So teuer sind Immobilien in deutschen Wintersport-Regionen

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Trifft der Wunsch nach den eigenen vier Wänden und die Begeisterung für Wintersport zusammen, dann ist eine Immobilie in der Nähe eines Skigebiets eine Überlegung wert. Doch in den meist touristisch erschlossenen Regionen müssen Kaufwillige zum Teil tief in die Tasche greifen.

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Oberstdorf zählt zu den beliebtesten Wintersportgebieten in Deutschland. Das schlägt sich auch in den Immobilienkaufpreisen nieder. Foto: Adrian72/fotolia.com

Von der Couch raus auf die Piste: Für Ski- und Snowboardfahrer klingt das wie ein Traum. Wer sich eine Immobilie in der Nähe eines Skigebiets kauft, für den muss es keiner bleiben. Doch dafür müssen Kaufwillige oft viel Geld in die Hand nehmen. Wie viel, das untersuchte eine Marktanalyse von immowelt.de*, bei der die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern die zehn deutschen Landkreise mit den meisten Übernachtungen im Vorjahr herangezogen wurden, in denen mindestens ein Skigebiet liegt.

Kaufpreise im Landkreis Miesbach am höchsten

Im Landkreis Miesbach im südlichen Bayern kostet der Quadratmeter mit 5.660 Euro im Median deutschlandweit am meisten. Die direkte Nähe zu München beeinflusst die Preise natürlich stark. Zudem profitieren Verkäufer von den beliebten, aber auch teuren Standorten Tegernsee und Schliersee.

Doch so teuer wie im Landkreis Miesbach ist es nicht überall. An zweiter Stelle kommt mit großem Abstand der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Dort müssen Wintersportler für einen Quadratmeter 4.150 Euro im Median zahlen – also über 1.500 Euro weniger als im nahegelegenen Miesbach. In der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen sind die Preise jedoch höher als im Landkreis selbst.

Beliebt heißt nicht automatisch auch teurer

Zu den beliebtesten Skiregionen in Deutschland zählt auch der Landkreis Oberallgäu im Westen Bayerns. Das spiegelt sich allerdings nicht in den Preisen wieder, der Landkreis liegt mit 2.860 Euro pro Quadratmeter eher im Mittelfeld. Im beliebten Wintersportort Oberstdorf sind jedoch Preise jenseits der 4.000 Euro keine Seltenheit.

Skifahren kann man aber nicht nur in den bayerischen Alpen, auch in Mitteldeutschland gibt es die ein oder andere Piste, die Wintersportler anzieht. Im Vergleich zu den Skigebieten im Süden gibt es dort jedoch Immobilien zu günstigen Preisen zu kaufen. Am Fuße des Brockens im niedersächsischen Landkreis Goslar beispielsweise kostet der Quadratmeter im Median nur 760 Euro. Ein Grund dafür ist die eher strukturschwache Region ringsherum. Ebenfalls mit Kaufpreisen unter 1.000 Euro locken die Landkreise Waldeck-Frankenberg (Hessen) und der Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen).

Die Kaufpreise in den 10 Landkreisen in Deutschland mit den meisten Übernachtungen 2017 im Überblick:

LandkreisKaufpreis
Q1-Q3/2018
Übernachtungen
2017
Miesbach,
Bayern
5.660 Euro2.271.816
Garmisch-Partenkirchen,
Bayern
4.150 Euro3.334.812
Berchtesgadener Land,
Bayern
3.210 Euro2.888.290
Breisgau-Hochschwarzwald,
Baden-Württemberg
2.940 Euro4.858.714
Traunstein,
Bayern
2.910 Euro2.814.088
Oberallgäu,
Bayern
2.860 Euro6.033.679
Ostallgäu,
Bayern
2.780 Euro3.252.614
Waldeck-Frankenberg,
Hessen
970 Euro3.317.026
Hochsauerlandkreis,
Nordrhein-Westfalen
960 Euro4.143.931
Goslar,
Niedersachsen
760 Euro2.438.815

*  Berechnungsgrundlage
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den 10 ausgewählten Landkreisen mit den meisten Übernachtungen waren 20.600 auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der in den ersten 3 Quartalen 2018 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Übernachtungszahlen von 2017 entstammen einer Erhebung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

30.10.2018


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