Plus 60 Prozent: Immobilienpreise in Nürnberg explodieren

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Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Häuser in Nürnberg sind in den vergangenen fünf Jahren massiv um 60 Prozent gestiegen. Das hat der Marktbericht Nürnberg von immowelt.de ergeben. Bei den Mieten ist im gleichen Zeitraum ein Plus von 26 Prozent zu verzeichnen.

Nürnberg, Immobilienpreise, Foto: romanets_v/fotolia.com
Blick über Nürnberg. Die Immobilienpreise sind hier in den vergangenen fünf Jahren um bis zu 108 Prozent gestiegen. Foto: romanets_v/fotolia.com

In Nürnberg wird gebaut – und das nicht zu knapp. Die vielen Neubauten wirken sich allerdings auch auf die Immobilienpreise aus. Für Wohnimmobilien müssen Käufer aktuell pro Quadratmeter 2.760 Euro* – und damit 60 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren – zahlen. Das ist das Ergebnis des Marktberichts Nürnberg von immowelt.de. Auch die Mieten sind in diesem Zeitraum gestiegen. Sie liegen aktuell im Median** bei 9,30 Euro pro Quadratmeter und damit 26 Prozent über dem Wert vor fünf Jahren.

Kaufpreise: Größte Steigerungen in Muggenhof und Gärten hinter der Veste

Ein großer Teil der neu errichteten Eigentumswohnungen und Häuser sind in den vergangenen Jahren in den Stadtteilen nördlich der Burgmauer entstanden. Die Preissteigerungen sind hier besonders hoch. Das größte Plus gab es seit 2012 im Stadtteil Gärten hinter der Veste. Die Kosten für eine Eigentumswohnung oder ein Haus haben sich hier mehr als verdoppelt – sie stiegen um 108 Prozent auf 3.600 Euro pro Quadratmeter.  Gleich hoch war der Preisanstieg nur in Muggenhof.

Die Mietpreise können dieser Entwicklung kaum folgen: In Gärten hinter der Veste sind sie um 27 Prozent gestiegen und liegen somit aktuell bei 9,80 Euro pro Quadratmeter. In Muggenhof stiegen die Mieten um 31 Prozent auf 9,30 Euro.

Thon ist am teuersten, Gibitzenhof am günstigsten

Trotz großer Steigerungen in anderen Stadtteilen: Das teuerste Viertel Nürnbergs ist Thon. Hier werden für den Quadratmeter Eigentumswohnung im Median 3.800 Euro fällig. Auch hier sorgen Neubauten mit hochwertiger Ausstattung für hohe Preise. Am günstigsten ist Wohneigentum dagegen in Gibitzenhof. Dort werden pro Quadratmeter 2.090 Euro verlangt.

Die drei Stadtteile mit den größten Kaufpreissteigerungen im Überblick

StadtteilKaufpreis pro m²
1. Halbjahr 2012
Kaufpreis pro m²
1. Halbjahr 2017
Prozentuale Veränderung
Gärten h. d. Veste1.730 Euro3.600 Euro108 %
Muggenhof1.200 Euro2.500 Euro108 %
Großreuth bei Schweinau1.880 Euro3.560 Euro89 %

Die drei Stadtteile mit den größten Mietpreissteigerungen im Überblick

StadtteilMietpreis pro m²
1. Halbjahr 2012
Mietpreis pro m²
1. Halbjahr 2017
Prozentuale Veränderung
St. Peter7,40 Euro10,10 Euro36 %
Maxfeld7,60 Euro10,00 Euro32 %
Schniegling7,60 Euro10,00 Euro32 %

*Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren 13.100 Eigentumswohnungen und Häuser, die im 1. Halbjahr 2012 und 2017 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Kaufpreise spiegeln den Median, also den mittleren Wert der Angebotspreise, wider. Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren 13.970 Mietwohnungen und -häuser, die jeweils im 1. Halbjahr 2012 und 2017 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider.

** Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Download

Hier können Sie sich die ausführlichen Ergebnisgrafiken zum Marktbericht Nürnberg herunterladen.

26.09.2017


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