Mittelgroße Städte: Wo Mieter jetzt mehr zahlen

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Hessen und Baden-Württemberg haben die Mittelstädte mit den höchsten Mieten im Median. Dies ergab eine Auswertung von immowelt.de. Verglichen wurden dabei die Angebotspreise von 108 deutschen Städten, die eine Einwohnerzahl zwischen 50.000 und 100.000 aufweisen.

Mittelstädte, Mietpreissteigerung, Foto: Manuel Schönfeld – fotolia.com
Nur eine von vielen deutschen Mittelstädten, in denen die Mietpreise innerhalb der letzten fünf Jahre teilweise saftig gestiegen sind. Foto: Manuel Schönfeld – fotolia.com

Nicht zu groß, nicht zu klein, nah an der Großstadt, aber nicht zu weit weg vom Land: Die Vorteile, in einer Mittelstadt zu wohnen, sind vielfältig. Allerdings wirken sich diese Annehmlichkeiten nicht nur auf die Lebensqualität aus, sondern auch auf die Mietpreise. So sind in Konstanz die Mietpreise seit 2011 um 17 Prozent gestiegen – von 10 Euro pro Quadratmeter auf 11,70 Euro. Damit hat sich die Stadt am Bodensee den ersten Platz in der Kategorie „Höchster Mietpreis in deutschen Mittelstädten“ gesichert. Mieter, die in Frankfurt arbeiten, aber dort nicht wohnen wollen, wählen oftmals das nahegelegende Bad Homburg als Wohnort. Das hat Einfluss auf die Mietpreise: Lag der Quadratmeterpreis im Jahr 2011 noch bei 9,70 Euro monatlich, so mussten Mieter im vergangenen Jahr zwölf Prozent mehr berappen: 10,90 Euro im Median und pro Quadratmeter. Auch in Sindelfingen sind die Mietpreise innerhalb von fünf Jahren nach oben geschnellt: In der Autostadt nahe Stuttgart stiegen die Quadratmeterpreise um 27 Prozent von 8,10 Euro auf 10,30 Euro im Median.

Mittelgroße Unistädte ziehen bei den Mieten an

Auch Studenten, die sich für eine Hochschule in einer mittelgroßen Stadt entschieden haben, müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Im baden-württembergischen Tübingen stieg der Quadratmeterpreis zwischen 2011 und 2016 von 9,40 Euro auf 10,30 Euro. Geradezu niedrig nehmen sich diese zehn Prozent Steigerung im Vergleich zu Gießen aus: Die Stadt mit der zweitgrößten Hochschule Hessens verzeichnet eine Mietpreissteigerung von 42 Prozent – von 7,10 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2011 auf 10,10 Euro in 2016. Damit heimste die Stadt den ersten Platz bei der höchsten Preissteigerung der Mieten innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein.

Berechnungsgrundlage
Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 108 deutschen Mittelstädten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern waren 117.981 Mietwohnungen und -häuser, die jeweils 2011 und 2016 (im ersten bis dritten Quartal) auf immowelt.de inseriert wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider.

Download

Eine Übersicht der Mietpreise aller untersuchten 108 deutschen Mittelstädte können Sie sich hier herunterladen.

12.01.2017


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