Wohnimmobilienkreditrichtlinie nachgebessert: Bundesregierung erleichtert Kreditvergabe für Häuslebauer

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Erst im März dieses Jahres hat die Bundesregierung die Richtlinien zur Vergabe von Immobilienkrediten verschärft. Und war damit nach Ansicht vieler Banken über das Ziel hinausgeschossen. Nun will sie den Banken mehr Spielraum geben, wodurch Immobilienkäufer und Hausbauer wieder etwas leichter Immobilienkredite erhalten dürften.

Zukünftig sollen Häuslebauer wieder leichter an Immobilienkredite kommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat.

Im März dieses Jahres hat die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umgesetzt, die dabei helfen sollte, Immobilienblasen zu verhindern und die die Vergabe von Krediten an bestimmte Bedingungen knüpfte. So durften Banken beispielsweise dann keine Kredite mehr vergeben, wenn der Kunde den Kredit zu Lebzeiten voraussichtlich nicht zurückzahlen können wird. Diese Regelung sorgte dafür, dass Banken insbesondere junge Familien und Senioren seltener Immobilienkredite genehmigen durften.

Dabei bleibt es zwar, doch gibt es zukünftig weitere Methoden der Berechnung, die dafür sorgen sollen, dass wieder mehr Kredite vergeben werden können. So kann zukünftig die Wertsteigerung der Immobilie mit einberechnet werden. Wenn die Bank also davon ausgeht, dass die Immobilie, die der Kreditnehmer erwerben oder bauen will, einen gewissen Wertzuwachs erfahren wird, darf dies in die Kreditwürdigkeitsprüfung mit einfließen.

Die Regierung machte außerdem deutlich, dass sogenannte Immobilienverzehrkredite von den Richtlinien ausgenommen sind. Dabei wird beispielsweise das Eigenheim gegen eine lebenslange Rente getauscht: Das Eigenheim wird an die Bank verkauft, die dafür eine lebenslange Rente zahlt, gleichzeitig aber ein lebenslanges Wohnrecht gewährt. Der Gesetzentwurf muss nun dem Bundesrat vorgelegt werden, bevor er im Bundestag diskutiert und beschlossen werden kann.

21.12.2016


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