Selbst ist der Mieter: 81 Prozent zahlen Renovierungen aus eigener Tasche

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Vier von fünf Mietern wären bereit, die Renovierung ihrer Wohnung selbst zu finanzieren, wenn der Vermieter nicht zahlt. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage von immowelt.de ergeben. Nur knapp jeder fünfte Mieter lehnt es ab, für die Renovierung der Mietwohnung in die eigene Tasche zu greifen.

Wand, anstreichen, Kosten, Foto: Tempura / iStock.com
Ein neuer Anstrich für die alte Wand in der Mietwohnung: 81 Prozent der deutschen Mieter wären bereit, die Kosten dafür selbst zu tragen. Foto: Tempura / iStock.com

Abgeblätterte Wandfarbe, verschlissener Teppich, Kratzer im Laminat: Wenn die Wohnung in einem schlechten Zustand ist, würden viele Mieter sicher zuerst beim Vermieter nachfragen, ob dieser die Renovierung übernimmt. Allerdings: 81 Prozent der Mieter können sich vorstellen, bestimmte Arbeiten aus eigener Tasche zu zahlen, wenn der Vermieter die Kosten nicht übernimmt. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage von immowelt.de gezeigt. Nur 19 Prozent würden für Renovierungen in der Mietwohnung überhaupt nicht in die eigene Tasche greifen.

Die meisten Mieter würden streichen oder tapezieren

Besonders groß ist die Bereitschaft, selbst in die Tasche zu greifen, wenn es ums Tapezieren oder das Streichen von Wänden geht. 63 Prozent der Befragten wären hier zu Eigeninvestitionen bereit. Für die Neuanschaffung einer Küche würden 38 Prozent zahlen. Und immerhin 30 Prozent der Mieter sind bereit, die Kosten für einen neuen Bodenbelag zu übernehmen.

Achtung

Bei größeren Renovierungsarbeiten sind Mieter verpflichtet, ihren Vermieter um Erlaubnis zu bitten. Welche Arbeiten sie auf eigene Faust ausführen lassen dürfen und welche nicht, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Der Mieter ist nicht für alle Arbeiten zuständig

Der Vermieter kann vom Mieter übrigens nur in bestimmten Fällen verlangen, dass er in seiner Wohnung sogenannte Schönheitsreparaturen durchführt und auch nur, wenn dies vertraglich vereinbart wurde. Der Mieter kann aber beispielsweise nicht dazu verpflichtet werden, das Parkett abzuschleifen oder die Fenster von außen zu streichen. Und auch wenn es nur ums Streichen geht, sind bestimmte Schönheitsreparaturklauseln in Mietverträgen unwirksam.

08.11.2016


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