Unter einem Dach: In vielen Unistädten leben Studenten in WGs günstiger

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Wer gern mit anderen Studenten zusammenlebt, kann sich nicht nur auf gemeinsame WG-Partys, Koch- und Filmabende freuen, sondern auch bares Geld sparen. Denn in fast allen Unistädten in Deutschland leben Studenten in einer Wohngemeinschaft deutlich günstiger als in einer Singlewohnung. Wo das größte Sparpotential schlummert, zeigt der Mietpreis-Check von immowelt.de.

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Studenten haben gut lachen, zumindest wenn sie in einer WG wohnen. Denn in vielen Unistädten lassen sich erheblich Mietkosten gegenüber eine Singlewohnung sparen. Foto: ViewApart / fotolia.com Foto: ViewApart / fotolia.com

Neues Semester, altes Leid – viele Erstsemester und Studienortwechsler hangeln sich von einer überlaufenen Wohnungsbesichtigung zur nächsten, in der Hoffnung auf eine Zusage vom Vermieter. Denn besonders in Unistädten wie Karlsruhe oder Erlangen sind bezahlbare Angebote knapp, die Konkurrenz daher groß. Doch wer sich mit anderen Studenten zusammenschließt und eine WG gründet, hat nicht nur immer jemanden zum Quatschen da, sondern am Monatsende oft auch mehr Geld für Kneipentouren, Mate Tee oder Klamotten übrig.

WGler sparen bis zu 47 Prozent Miete verglichen mit Alleinlebenden

17 Studenten in einer WG – kann das funktionieren? Die Bewohner des Erika-Beyer-Hauses im fränkischen Erlangen beweisen, dass es klappt. Sie bewohnen 17 Zimmer, teilen sich drei Bäder und eine Küche. Außerdem zahlen sie deutlich weniger Miete als würden sie allein leben. Denn Erlangen gehört zu den Unistädten in Deutschland, in denen WGler um ein Drittel weniger Miete zahlen, als alleinlebende Studenten. So kostet eine Singlewohnung bis 40 Quadratmeter im Mittel* 13,50 Euro pro Quadratmeter – eine WG-taugliche Wohnung zwischen 80 und 120 Quadratmeter Wohnfläche kostet dagegen nur 9 Euro pro Quadratmeter.

Auch in Koblenz, München und Karlsruhe leben Studenten in WGs deutlich preiswerter. Das größte Sparpotential gibt es in Ulm mit 47 Prozent. Ein Apartment kostet hier 16,90 Euro pro Quadratmeter, eine WG-taugliche Wohnung im Mittel 9,00 Euro pro Quadratmeter.

In Rostock lebt es sich allein günstiger

In den meisten Unistädten ist das WG-Leben also deutlich günstiger. Aber es gibt auch Städte, in denen Apartments billiger sind. Zum Beispiel Rostock: Wer hier in einer WG wohnt, zahlt im Mittel 7,80 Euro pro Quadratmeter. Eine Singlewohnung kostet dagegen nur 6,50 Euro pro Quadratmeter. Alleinlebende Studenten können demnach 20 Prozent sparen. Auch in Dresden, Düsseldorf, Cottbus und Marburg sind Singlewohnungen günstiger.

In keiner anderen Unistadt ist es so günstig wie in Chemnitz

Studenten der TU Chemnitz können sich glücklich schätzen: Sie zahlen sowohl in einer Singlewohnung als auch in einer WG die niedrigsten Mieten, wie der Unistädte-Check zeigt. Demnach werden für ein Apartment im Mittel 5,40 Euro pro Quadratmeter fällig, eine WG ist nochmal um 40 Cent günstiger. Außerdem zahlt die Stadt Chemnitz ein Begrüßungsgeld von 100 Euro für jeden neuen Studenten, der seinen Hauptwohnsitz zum Studienbeginn in die sächsische Großstadt verlegt.

*Basis: Die Preise geben den Median der Kaltmieten bei neu zu vermietenden Wohnungen wieder, die zwischen September 2015 und Februar 2016 auf immowelt.de angeboten wurden. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

08.03.2016


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