Mietpreisbremse: Rheinland-Pfalz deckelt Mieten in Mainz, Trier und Landau

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Mainz, Trier, Landau – in diesen drei Städten in Rheinland-Pfalz soll in den kommenden Tagen die Mietpreisbremse in Kraft treten. Das hat die rheinland-pfälzische Regierung heute in ihrer Kabinettssitzung beschlossen. In den vergangenen fünf Jahren gab es in den drei Universitätsstädten Mietpreissteigerungen von bis zu 20 Prozent, wie eine aktuelle Analyse von immowelt.de zeigt.

Mainz, Rheinland-Pfalz, Mietpreisbremse, Foto: pure-life-pictures / fotolia.com
Rheinland-Pfalz führt die Mietpreisbremse ein. In Mainz lag der Quadratmeterpreis für eine Wohnung zuletzt bei 10,20 Euro. Foto: pure-life-pictures / fotolia.com

Rheinland-Pfalz führt als fünftes Bundesland die Mietpreisbremse ein. Gebremst werden soll lediglich in den drei Universitätsstädten Mainz, Trier und Landau, wie die Landesregierung heute beschlossen hat. Bei Neuvermietungen dürfen Vermieter dann nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen. In Kraft treten wird die Mietpreisbremse am Tag nach der Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt. Dies wird laut Finanzministerium in den nächsten Tagen der Fall sein.

Steigende Preise als Grund für Mietpreisbremse

Die Landeshauptstadt Mainz ist den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20.000 Einwohner gewachsen – was unweigerlich zu Wohnungsknappheit und steigenden Mieten führte, vor allem in beliebten Vierteln wie der Mainzer Oberstadt. Eine aktuelle Mietpreis-Analyse von immowelt.de zeigt: Zwischen 2010 und 2015 sind die Mietpreise in Mainz um 20 Prozent gestiegen. Lag der Quadratmeterpreis im ersten und zweiten Quartal 2010 im Median noch bei 8,50 Euro, zahlen Mieter jetzt 10,20 Euro pro Quadratmeter.

Auch in Landau und Trier bewegen sich die Mietpreise mittlerweile auf einem hohen Niveau. Im südpfälzischen Landau kostete der Quadratmeter für eine Wohnung im Jahr 2010 6,20 Euro, aktuell liegt der Quadratmeterpreis bei 7,20 Euro – eine Steigerung von 16 Prozent. In Trier gingen die Mietpreise innerhalb von fünf Jahren um 14 Prozent nach oben. Wer 2010 in der Römerstadt eine Wohnung mieten wollte, zahlte im Median 7,30 Euro pro Quadratmeter. Aktuell sind es 8,30 Euro.

Rheinland-Pfalz hat bereits Kappungsgrenze gesenkt

Neben der Mietpreisbremse setzt Rheinland-Pfalz noch ein anderes Mittel gegen steigende Mieten ein: Im Februar 2015 wurde die Kappungsgrenze in den Städten Mainz, Trier, Landau und Speyer von 20 auf 15 Prozent abgesenkt. Die Kappungsgrenzen-Verordnung sorgt dafür, dass die Mieten bei bestehenden Verträgen innerhalb von drei Jahren um maximal 15 Prozent steigen dürfen.

* Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise des 5-Jahresvergleichs für die 3 Städte in Rheinland-Pfalz waren 4.700 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise geben jeweils den Median der im 1. und 2. Halbjahr 2010 und 2015 angebotenen Wohnungen wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Mietpreise sind Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

22.09.2015


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