Gemeinsam sparen: In diesen Unistädten lohnt es sich, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen

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Das Wintersemester steht vor der Tür und in vielen Unistädten hat die Jagd auf günstige Wohnungen begonnen. Aus finanzieller Sicht die beste Wahl ist für Studenten in fast allen deutschen Unistädten nach wie vor eine Wohngemeinschaft. Der Mietpreis-Check von immowelt.de zeigt, in welchen Städten das Sparpotenzial am größten ist und wo es sich eher lohnt, in die eigenen vier Wände zu ziehen.

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Koblenz, Ulm Erlangen: In diesen Städten lohnt es sich finanziell am meisten, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Foto: immowelt.de Foto: immowelt.de

Von lustigen Spiele- und Kochabenden bis hin zu gemeinsamen Lernnächten: Das Leben in einer Wohngemeinschaft bietet ganz klar einige Vorteile. Der größte Pluspunkt ist für Studenten aber von finanzieller Natur: Denn im Vergleich zu einer 40 Quadratmeter großen Singlewohnung können Studierende bis zu 40 Prozent Mietkosten sparen, wenn sie in eine WG ziehen. Das ist das Ergebnis des Mietpreis-Check Unistädte von immowelt.de.

Top-3-Städte mit dem größten Sparpotenzial

1. Viel Geld sparen Studenten in Koblenz, wenn sie auf die eigene Wohnung verzichten und stattdessen in eine WG ziehen. Für eine Singlewohnung zahlen Studenten in der rheinland-pfälzischen Unistadt im Median 10,30 Euro pro Quadratmeter. Für eine WG-geeignete Wohnung in einer Größe von 80 bis 120 Quadratmetern werden lediglich 6,20 Euro für den Quadratmeter fällig. Das ist eine Ersparnis von 40 Prozent.

2. Groß ist das Sparpotenzial auch in Ulm – eine der teuersten Studentenstädte in Deutschland. Während der Quadratmeterpreis für eine Singlewohnung bei 13,50 Euro liegt, zahlen WG-Bewohner für den Quadratmeter nur 8,90 Euro – eine Ersparnis von 34 Prozent.

3. In Erlangen lassen sich 32 Prozent Mietkosten einsparen, wenn man sich die Miete mit anderen teilt. Im Median 12,70 Euro pro Quadratmeter kostet eine Singlewohnung in der fränkischen Studentenstadt. WG-taugliche Bleiben sind schon für 8,60 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Unistädte, WG, Wohngemeinschaft, Ersparnis, Singelwohnung, Grafik: immowelt.de
Preisersparnis von WGs gegenüber Singlewohnungen. Grafik: immowelt.de Grafik: immowelt.de

WG in teuren Städten eine mögliche Alternative

Weitere Hochschulstandorte, an denen Studenten in einer WG viel Geld sparen sind zum Beispiel Karlsruhe (31 Prozent), Würzburg, Trier und Ingolstadt (jeweils 29 Prozent). Die Entscheidung WG statt Einzelappartement lohnt sich aber vor allem in den traditionell teuren Städten. So zahlen Studenten für eine WG-taugliche Wohnung in München zwar immer noch 14,60 Euro für den Quadratmeter, die Quadratmeterpreise für Singlewohnungen liegen aber bei 18,70 Euro.

Im Osten sind Singlewohnungen günstiger

Während Studenten in jeder Stadt der westlichen Bundesländer sparen, wenn sie in eine WG ziehen,  gibt es im Osten ein paar Ausnahmen. In Potsdam und Rostock zum Beispiel ist eine Singlewohnung neun Prozent günstiger als eine WG-taugliche Wohnung. Zahlreiche sanierte Objekte und Neubauwohnungen sorgen in beiden Städten für höhere Preise bis den 80- bis 120-Quadratmeter-Wohnungen. Ähnlich sieht es in Dresden und Erfurt aus. In beiden Städten sind Singlewohnungen vier Prozent günstiger als WG-taugliche Bleiben. Studenten sparen in diesen Städten möglicherweise trotzdem, wenn sie sich für eine WG entscheiden – weil man in der WG üblicherweise weniger Quadratmeter mietet.

Für die Auswertung wurden die Mietpreise der deutschen Universitätsstädte mit mehr als 10.000 Studierenden untersucht. Verglichen wurden die Mieten von 15.500 Single-Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche und 27.300 WG-Wohnungen mit einer Fläche von 80 bis 120 Quadratmetern. Die Preise geben den Median der Kaltmieten bei neu zu vermietenden Wohnungen wieder, die zwischen März und August 2015 auf immowelt.de angeboten wurden. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

08.09.2015


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