Referentenentwurf: Bund will Berufszulassung für Makler und Verwalter neu regeln

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Die Berufszulassung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler soll in Zukunft neu geregelt werden. Einen Referentenentwurf für ein entsprechendes Gesetz hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nun erarbeitet. Demnach ist künftig ein Sachkundenachweis erforderlich. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) geht davon aus, dass das Gesetz am 1. Januar 2016 in Kraft tritt.

Immobilienverwalter und Makler müssen künftig einen Sachkundenachweis vorlegen, um eine Gewerbeerlaubnis zu erhalten. So sieht es ein Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums vor. Foto: sepy / fotolia.com Foto: sepy / fotolia.com

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler erarbeitet. Die wichtigsten Eckpunkte aus dem Entwurf.

Änderungen für Immobilienverwalter

Wohnungseigentumsverwalter müssen künftig einen Sachkundenachweis, geordnete Vermögensverhältnisse sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vorlegen, bevor sie eine Gewerbeerlaubnis erhalten. Die Regelung sei ausschließlich für gewerbetreibende Wohnungseigentumsverwalter vorgesehen und nicht für Verwalter von Mietwohneinheiten und angestellte Wohnungseigentumsverwalter, wie der DDIV mitteilt.

Beschäftigt ein gewerblicher Wohnungseigentumsverwalter Personal, haftet er für seine Mitarbeiter und ist verpflichtet, deren Qualifikation und Zuverlässigkeit aktiv zu prüfen – sofern sie an der Verwaltertätigkeit mitwirken. Als angemessene Qualifikation können laut DDIV auch Abschlüsse, Zertifikate und Schulungen privater Bildungsträger und Akademien gelten. Auch die Einführung einer „Alten-Hasen-Regelung“ sei geplant. Demnach wären Wohnungseigentumsverwalter, die seit mindestens sechs Jahren ununterbrochen selbstständig sind, von einer Sachkundeprüfung ausgenommen.

Änderungen für Makler

Für Immobilienmakler sollen in Zukunft ähnliche Zulassungsvoraussetzungen gelten. So müssen Makler laut Entwurf künftig einen Sachkundenachweis und den Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung vorlegen, um eine gewerberechtliche Erlaubnis zu bekommen.

Gesetz muss parlamentarisches Verfahren durchlaufen

Der Referentenentwurf muss nun das parlamentarische Verfahren durchlaufen. Änderungen sind demnach noch möglich. Der DDIV geht allerdings davon aus, dass das Gesetz am 1. Januar 2016 in Kraft tritt.

16.07.2015


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18 Kommentare

G. Jung am 22.08.2015 22:09

Sehr geehrter Herr Stapp, vielleicht ist es ihnen entgangen, dass ausser den Maklern auch die WEG-Verwalter von diesem Gesetz betroffen wären. Da ich (seit Jahrzehnten) zu dieser Berufsgattung zähle, rate ich Ihnen dringend, nochmals den... mehr

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STEPHAN Immobilien am 21.08.2015 00:26

Anrede an: ALEXANDER STAPP | Immobilien

Nur kurz angemerkt, ich habe Ihre "hoch informative" HomePage betrachtet... ab jetzt bin ich zu 100% in meinem Glauben bestärkt, dass jeder Immobilienmakler egal seit wann er sich diese... mehr

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ALEXANDER STAPP | Immobilien am 18.08.2015 11:07

Sehr geehrter Herr oder Frau Jung,

mit Verlaub: so ein Schwachsinn.

In keinem Satz des Entwurfs steht, dass ein Bestandsmakler den 34c per se neu beantragen muss!

Es wird lediglich von Ihnen verlangt, dass Sie Ihre Tätigkeit >... mehr

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