KfW: Eigentümergemeinschaften kommen leichter an Fördertöpfe

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Für Wohnungseigentümergemeinschaften war es bisher manchmal schwierig, die Fördertöpfe der KfW anzuzapfen – zu hoch war der bürokratische Aufwand. Das ändert sich ab 1. August 2015: Eigentümer sollen leichter an Geld kommen, um ihr gemeinschaftliches Anwesen energieeffizient zu sanieren oder altengerecht umzubauen.

Fördermittel für Eigentümergemeinschaften gibt es demnächst unbürokratischer von der KfW. Foto: Monkey Business /fotolia.com

Künftig ist es für Eigentümergemeinschaften, deren Eigentümer ihre Wohnungen vermieten, deutlich einfacher, an Fördergelder der KfW zu kommen. Ab 1. August 2015 vereinfacht die KfW-Förderbank das Antragsverfahren für zwei ihrer Förderprogramme. Bislang musste jeder Eigentümer das nötige Antragsverfahren  in Eigenregie durchführen. Ab August reicht eine gemeinsame sogenannte De-minimis-Erklärung des Hausverwalters.

Bis zu 18.750 Euro Zuschüsse für energieeffizientes Sanieren

Das vereinfachte Antragsverfahren gilt für die Förderprogramme 430 (Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss) sowie 455 (Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss). Für Maßnahmen gemäß dem Programm 430 werden bis 18.750 Euro Zuschuss für jede Wohneinheit gewährt, für das Programm 455 bis zu 5.000 Euro pro Einheit. Die Bundesregierung will durch den Bürokratieabbau erreichen, dass Mehrfamilienhäuser, die als Wohnungseigentum (WEG) aufgeteilt sind, häufiger saniert werden, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Hintergrund: Was bedeutet De-minimis-Erklärung?

Gemäß EU-Recht sind private Vermieter Unternehmer. Die EU-Staaten dürfen im Alleingang keine Fördergelder an diese gewähren, die den Wettbewerb innerhalb der EU beeinträchtigen können. Ausnahme: Die Fördersummen sind so gering, dass eine Wettbewerbsverzerrung ausgeschlossen ist. Daher auch der Name „De-minimis“: Im EU-Recht wird davon ausgegangen, dass keine Wettbewerbsverzerrung vorliegt, sofern die gewährte Beihilfe im laufenden Jahr und den zwei vorangegangenen Jahren insgesamt die Höhe von 200.000 Euro pro Vermieter nicht übersteigt.

10.07.2015


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