Energetische Modernisierung: Am häufigsten tauschen Hausbesitzer den Heizkessel aus

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Lieber Einzelmaßnahmen als eine Komplettsanierung – das ist die Devise der meisten Hausbesitzer, die ihre vier Wände energieeffizient modernisieren wollen. An der Spitze der fünf häufigsten Modernisierungsmaßnahmen liegt dabei der Austausch alter Heizkessel. Das hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) herausgefunden. Die Top 5 der energetischen Modernisierungen.

Energetische Modernisierung, Heizkessel  tauschen, Sanierungsmaßnahme, Foto: highwaystarz / fotolia.com
Wenn Hausbesitzer ihre Immobilie energetisch sanieren wollen, tauschen sie am häufigsten den Heizkessel aus. Foto: highwaystarz / fotolia.com Foto: highwaystarz / fotolia.com

Die meisten Eigentümer, die ihr Haus energetisch modernisieren wollen, nehmen nicht gleich eine Komplettsanierung in Angriff, sondern setzen lieber auf Einzelmaßnahmen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Förderstatistik der staatlichen KfW-Bank durch die Deutsche Energie-Agentur (dena). Am häufigsten haben Hausbesitzer dabei alte Heizkessel ausgetauscht. Neue Brennwertkessel, Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Pelletheizungen wurden im Jahr 2014 rund 56.500 Mal von der KfW gefördert.

Energetische Modernisierung: Alte Fenster erneuern auf Platz 2

Am zweithäufigsten – nämlich rund 54.500 Mal – erneuerten Eigentümer nach der KfW-Statistik alte Fenster. Auf Platz 3 und 4 der beliebtesten Modernisierungsmaßnahmen folgen die Wärmedämmung des Daches (rund 26.800 Mal) sowie die Fassadendämmung (13.300 Mal). Auf dem fünften Platz landet die Optimierung der bestehenden Heizungsanlage, zum Beispiel durch einen hydraulischen Abgleich. Laut KfW-Statistik haben sich im vergangenen Jahr rund 3.200 Immobilienbesitzer dazu entschlossen.

Marktmonitor Immobilien: Auch Immobilienprofis raten eher zu Einzelmaßnahmen

Dass sich Einzelmaßnahmen bei der energetischen Modernisierung eher lohnen als eine Komplettsanierung, dieser Meinung sind auch die deutschen Immobilienprofis. Zu diesem Ergebnis kommt der Markmonitor Immobilien 2015 von immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Im Hinblick auf einen zukünftigen Verkauf der Immobilie raten die meisten Makler aber zur Dachdämmung, gefolgt von Brennwertheizung und Wärmeschutzverglasung.  Bei Mietimmobilien wird die Wärmeschutzverglasung am häufigsten empfohlen.

BAFA bezuschusst Vor-Ort-Energieberatung

Welche Einzelmaßnahme am sinnvollsten ist, könne von Haus zu Haus unterschiedlich sein, betont  Christian Stolte, Experte für energieeffiziente Gebäude bei der dena. „Hausbesitzer sollten vor jeder Sanierungsmaßnahme einen Termin mit einem qualifizierten Energieberater machen.“  Die Vor-Ort-Energieberatung in Ein- und Zweifamilienhäusern wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 800 Euro bezuschusst.

Wer sich für eine Modernisierungsmaßnahme entscheidet, kann Fördergelder über die KfW-Bank beantragen. Maßnahmen wie eine Wärmedämmung werden mit bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit gefördert. Wer erneuerbare Energien zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen einbindet, kann alternativ auch über das BAFA bezuschusst werden.

09.06.2015


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