Städtecheck: Die fünf günstigsten Unistädte Deutschlands im Vergleich

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Studenten mögen es preiswert. Das fängt schon bei der Wahl das Studienortes an. Der Städtecheck nimmt die fünf günstigsten Hochschulstandorte Deutschlands unter die Lupe und zeigt, wie es sich dort lebt.

Genauso wichtig wie die Wahl der richtigen Studienrichtung kann für Studenten die Wahl der Unistadt sein. Vor allem wer nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung hat, sollte sich genau informieren. In einem Ranking hat immowelt.de die fünf günstigsten Unistädte in Deutschland ermittelt. Der Städtecheck nimmt die Unistandorte genauer unter die Lupe  und zeigt, wie es sich dort lebt.

Platz 1: Duisburg

Städtecheck, Unistädte, Duisburg, Foto: Stenzel Washington / fotolia.com

Das kostet eine Singlewohnung:

Der Mietpreis für eine Ein-Zimmer-Wohnung liegt im Mittel bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. Beispielsweise eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 45 Quadratmetern kostet damit in etwa 293 Euro kalt.

Freizeitmöglichkeiten:

Nur wenige Kilometer von der Duisburger Innenstadt entfernt liegt die Sechs-Seen-Platte – das größte Naherholungsgebiet im Großraum Duisburg. Dort kann man surfen, tauchen und Boot fahren oder sich im Freibad Wolfsee die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Zahlreiche Kneipen, Bars und Cafés finden Studenten am Innenhafen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist auch der Sportpark. Auf dem rund 200 Hektar großen Areal befinden sich unterschiedliche Sportanlagen.

Kultur:

Mitten in der Stadt steht das Duisburger Theater, das zu den eindrucksvollsten Bauwerken in der Stadt zählt: Die Vorderfront erinnert an einen antiken Tempel. Im Landschaftspark Dusiburg-Nord finden in alten Werkshallen regelmäßig Kulturveranstaltungen statt.

Nachtleben:

Kabaretts, Lesungen oder Bandcontests finden in der Alten Feuerwache in Duisburg-Hochfeld statt. Wer lieber die ganze Nacht durchtanzen will, ist im Delta Musik Park richtig oder im „Eventschloss“ Pulp. In beiden Diskotheken ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Rock- und Metalfans werden wohl eher im Kultkeller Duisburg glücklich.

Semesterbeitrag:

Der sogenannte Sozial- und Studierendenschaftsbeitrag im Sommersemester 2015 beträgt 270,46 Euro. Darin enthalten ist auch das NRW-Semester-Ticket.

Anbindung:

Das gesamte Ruhrgebiet ist durch öffentliche Verkehrsmittel gut miteinander vernetzt. Zwischen den einzelnen Städten verkehren zahlreiche Züge, Busse, U-Bahnen und S-Bahnen.

Das muss man gesehen haben:

Ein Highlight in der Stadt ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Das stillgelegte Eisenhüttenwerk ist heute eines der wichtigsten Industriedenkmäler im Ruhrpott. Herzstück ist der begehbare Hochofen, von dem die Besucher auf das gesamte westliche Ruhrgebiet blicken können.

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Platz 2: Leipzig

Städtecheck, Unistädte, Leipzig, Foto: JiSign / fotolia.com

Das kostet eine Singlewohnung:

Der Mietpreis für Singlewohnungen liegt im Mittel bei 6,60 Euro pro Quadratmeter. Die Ein-Zimmer-Wohnung mit 45 Quadratmetern ist hier für ungefähr 297 Euro kalt zu haben.

Freizeitmöglichkeiten:

Vom Unistress erholen sich Studenten in Leipzig gerne an einem der vielen Gewässer in der Stadt – zum Beispiel am Cospudener See. Dort gibt es auch eine Surfschule und sogar eine Sauna im See.

Ein Geheimtipp ist auch die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park. Dort trifft sich das junge Leipzig – es wird gegrillt, jongliert und Musik gemacht.

Kultur:

Leipzig hat eine sehr große und vielfältige Kultur- und Kunstszene. Beliebt unter Studenten sind die Aufführungen in einem der alternativen Theater im Stadtteil Lindenau oder auf einer vielen Kleinkunstbühnen.

Gute Unterhaltung finden Theatergänger aber auch im Schauspiel Leipzig. Wer sich einen verregneten Sonntag vertreiben will, kann sich für einen Besuch in einem der zahlreichen Museen entscheiden.

Nachtleben:

Direkt neben der Universität liegt die Moritzbastei – ein Jugend- und Studentenclub, der sich bis zu drei Etagen unter der Erde befindet. Viele Weggehmöglichkeiten gibt es aber auch im Schauspielviertel, an der Südmeile, in Drallewatsch und in Plagwitz.

Semesterbeitrag:

Für das Sommersemester 2015 beträgt der Semesterbeitrag der Uni Leipzig 193,50 Euro. Darin enthalten ist auch das MDV-Semesterticket.

Anbindung:

Die Distanzen in Leipzig sind sehr überschaubar. Fast alles ist mit dem Fahrrad oder zu Fuß und mit der Tram zu erreichen. Zusätzlich sind 61 Buslinien, zum größten Teil in den Stadtbereichen, unterwegs.

Das muss man gesehen haben:

Das Völkerschlachtendenkmal ist zwar ein Touristenklassiker in Leipzig, von dort aus hat man aber auch eine gute Sicht auf das Leipziger Neuseenland, das aus gefluteten Tagebauen entstanden ist. 

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Platz 3: Bochum

Städtecheck, Unistädte, Bochum, Foto: JiSign / fotolia.com

Das kostet eine Singlewohnung:

Der Mietpreis liegt im Mittel bei 6,70 Euro pro Quadratmeter. Die exemplarische Ein-Zimmer-Wohnung mit 45 Quadratmetern würde in Bochum kalt etwa 301 Euro pro Monat kosten.

Freizeitmöglichkeiten:

Um sich vom Unistress erholen zu können, stehen Studenten in Bochum zahlreiche Naturschutzgebiete, Parks und Gärten zur Verfügung. So zum Beispiel der Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum.

Jogger, Skater und Angler zieht es an den Kemnader See im Städtedreieck Bochum, Hattingen und Witten. Dort lässt sich der Tag auch mit einem Cocktail an der Strandbar ausklingen.

Kultur:

In Bochum ist nicht nur Starlight Express – das erfolgreichste Musical der Welt – beheimatet, die Stadt gilt auch als Theaterstadt. Neben dem Schauspielhaus bringen das prinz-regent-Theater, das ROTTSTR5-Theater und das Kulturhaus Thealozzi Stücke auf die Bühne. Kunstliebhaber werden in der Sold out Gallery fündig.

Nachtleben:

Das bekannteste Kneipenviertel in Bochum ist das Bermuda3eck in der Viktoriastraße. Viele Partys und Konzerte finden auch in der Zeche statt. Ebenso beliebt bei Studenten ist der Prater – eine Diskothek mit neun verschiedenen Areas.

Semesterbeitrag:

Der Sozialbeitrag an der Ruhr-Universität Bochum beträgt 2015 im Sommersemester  273,28 Euro. Darin enthalten ist auch das NRW-Semester-Ticket.

Anbindung:

Das gesamte Stadtgebiet ist vor allem durch die A40 und die A43 sowie durch den Donezk-Ring problemlos erreichbar und durch den ÖPNV sehr gut erschlossen.

Das muss man gesehen haben:

Wer in Bochum wohnt, sollte einmal eine Nacht im Bermuda3eck durchfeiern.

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Platz 4: Dortmund

Städtecheck, Unistädte, Dortmund, Foto: JiSign / fotolia.com

Das kostet eine Singlewohnung:

Der Mietpreis liegt im Mittel bei 6,90 Euro pro Quadratmeter. Studenten müssen etwa 310 Euro für eine 45-Quadratmeter große Ein-Zimmer-Wohnung berappen.

Freizeitmöglichkeiten:

Erholung vom Stadttrubel finden Studenten in einigen Parks – zum Beispiel im Botanischen Garten Rombergpark oder im Westfalenpark. Jogger, Radfahrer und Skater zieht es an den Phoenix-See. Auch Wassersportler kommen dort auf ihre Kosten.

Kultur:

Im ehemaligen Gär- und Lagerhochhaus der Dortmunder Union-Brauerei ist das „Dortmunder U“ untergebracht, in dem regelmäßig Ausstellungen oder kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

In den Dortmunder Museen können Besucher Schulmöbel aus dem 16. Jahrhundert, ein 3-D-Stahlwerk oder einen lebensgroßen Saurier bestaunen. Für Kultur sorgen zusätzlich das Theater und das Konzerthaus.

Nachtleben:

Die größte Diskothek in Dortmund ist das Prisma in Dortmund-Eving. Mitten in der Stadt finden Partygänger das Nightrooms und das FZW, in dem regelmäßig Konzerte stattfinden. Im Kreuzviertel finden sich etliche Bars und Restaurants.

Semesterbeitrag:

Im Sommersemester 2015 beträgt der Semesterbeitrag an der TU Dortmund 240,72 Euro. Darin enthalten ist auch das NRW-Semester-Ticket.

Anbindung:

Dortmund wird von drei Autobahnen umgeben, vier weitere führen auf sie zu. Auch der öffentliche Nahverkehr ist mit Bus- und Stadtbahnnetz gut ausgebaut. Eine Besonderheit in Dortmund ist die Hängebahn, die das Universitätsgelände verbindet.

Das muss man gesehen haben:

Das Herz vieler Dortmunder schlägt für den BVB. Wer in der Stadt wohnt, sollt daher unbedingt einmal im Signa lduna Park (früher Westfalen-Stadion) gewesen sein. Vielleicht sogar bei einem Spiel der Dortmunder.

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Platz 5: Halle an der Saale

Städtecheck, Unistädte, Halle, Foto: JiSign / fotolia.com

Das kostet eine Singlewohnung:

Der Mietpreis liegt im Mittel bei 7,10 Euro pro Quadratmeter. Eine Wohnung mit einem Zimmer und 45 Quadratmeter kostet demnach etwa 320 Euro kalt.

Freizeitmöglichkeiten:

Erholung finden Studenten in Halle auf der Peißnitzinsel. Dort kann man Radfahren, Volley- oder Fußballspielen oder die Füße in der Saale baumeln lassen. Regelmäßig kommt auch der Eismann mit seinem Wagen vorbei.

Kultur:

In der Volkspark Halle finden regelmäßig Ausstellungen oder Veranstaltungen statt.  Dort befindet sich auch die Galerie der Kunsthochschule. Nebenbei betreibt die Kunsthochschule ein Designhaus mit Ateliers. Die Angebote reichen von Ausstellungen bis zu Vorträgen. In Halle befindet sich auch das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt – die Stiftung Moritzburg.

Nachtleben:

Konzerte finden  regelmäßig im Objekt5 in der Seebener Straße statt. Die Nacht durchtanzen können Studenten in der Tanzbar Palette. Partys gibt es auch im Turm am Friedmann-Bach-Platz  und in der Kleinen Ulrichstraße hat sich eine Reihe von Kneipen angesiedelt.

Semesterbeitrag:

Der Semesterbeitrag für das Sommersemester 2015 an der Universität Halle beträgt 166,50 Euro. Darin enthalten ist auch der Beitrag für das MDV-Semsterticket.

Anbindung:

Halle ist sowohl mit dem Auto als auch mit Zug gut zu erreichen. In der Stadt kann man fast alles bequem mit dem Rad abfahren.

Das muss man gesehen haben:

In Halle steht die älteste Schokoladenfabrik Deutschlands. Im Landesmuseum für Vorgeschichte können Besucher die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra – eine Platte aus der Bronzezeit Mitteleuropas – bestaunen.

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12.03.2015


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