Mehr Geld für Energieberatungen: Staat erhöht Fördergelder

Lesermeinungen:  

(2)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhöht die Zuschüsse für Energieberatungen. Bis zu 60 Prozent der gesamten Beratungskosten können sich Immobilienbesitzer zuschießen lassen. Wer in welchem Umfang förderberechtigt ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – so muss der Bauantrag für die Immobilie etwa bis 1994 gestellt worden sein.

Energieberatungen, Wärmebildkamera, Energieberater, Foto: Syda Productions/fotolia.com
Energieberatungen vor Ort helfen dabei, das Einsparpotenzial einer Immobilie festzustellen und daraus mögliche Sanierungsmaßnahmen abzuleiten. Foto: Syda Productions/fotolia.com Foto: Syda Productions/fotolia.com

Wer den Energieverbrauch seiner Immobilie senkt, spart nicht nur Geld bei den Nebenkosten, sondern steigert auch ihren Wert. Eine neue Heizanlage, eine Außendämmung oder neue Fenster – welche Maßnahmen sich am besten eignen, wissen qualifizierte Energieberater. Beratungsgespräche vor Ort werden nun vom BAFA stärker gefördert als bisher. Bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus gibt es ab sofort einen Zuschuss von bis zu 800 Euro – bislang wurde lediglich die Hälfte zugezahlt. Bei Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten, zahlt der Staat nun maximal 1.100 Euro, 600 Euro mehr als vorher.

Allerdings: Die Förderung darf höchstens 60 Prozent der gesamten Beratungskosten betragen. Die übrigen 40 Prozent muss der Immobilienbesitzer selbst zahlen.

Was Energieberatungen kosten

Die Gesamtkosten für eine Energieberatung variieren nach einer Evaluation des BAFA aus dem Mai 2014 stark je nach Berater und Bundesland. Während die durchschnittlichen Beratungskosten etwa in Mecklenburg-Vorpommern bei 1.030 Euro lagen, waren es in Sachsen-Anhalt nur 797 Euro. Auch innerhalb der Bundesländer können die Beratungsmärkte gespalten sein. So kostete laut BAFA in Mecklenburg-Vorpommern knapp die Hälfte der Beratungen maximal 800 Euro, andererseits weitere 40 Prozent über 1.100 Euro. Die Durchschnittswerte seien also nur bedingt aussagekräftig. Durch die jetzige Neuregelung könnten sich die Preise zudem erneut ändern.

Wer von der Förderung profitiert

Eine Vor-Ort-Beratung ist vor allem dann lohnenswert, wenn ohnehin ein Energieausweis für ein Gebäude erstellt werden soll. Gefördert wird die Beratung für alle Gebäude, für die bis zum 31. Dezember 1994 der Bauantrag gestellt oder die Bauanzeige erstattet worden ist. Zudem gilt: Mindestens die Hälfte der Gebäudefläche muss zu Wohnzwecken genutzt werden oder das Gebäude muss zumindest ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein. Auch Mieter können eine solche Beratung in Anspruch nehmen, sofern sie die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers haben.

Voraussetzung für die Förderung ist darüber hinaus, dass die Beratung durch einen anerkannten Fachmann erfolgt, der vom BAFA anerkannt ist. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) empfiehlt, hierzu unter www.energie-effizienz-experten nach einem geeigneten Fachmann zu suchen. Den Antrag auf einen Zuschuss übernimmt der Energieberater selbst.

Unterschiedliche Sanierungskonzepte

Der Immobilienbesitzer kann  zwischen zwei unterschiedlichen Sanierungskonzepten wählen:

  • Sanierung des Wohngebäudes zum KfW-Effizienzhaus
  • umfassende energetische Sanierung mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (dem sogenannten Sanierungsfahrplan)

02.03.2015


Ihre Meinung zählt

(2)
5 von 5 Sternen
5 Sterne
 
2
4 Sterne
 
0
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Tipps für VermieterTipps EigentümerUmwelt

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben