Tipps: So lohnt sich der Strom- und Gasanbieterwechsel für Verbraucher

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Wer den Strom- oder Gasanbieter wechselt, kann bares Geld sparen. Beim Gas waren es im Jahr 2014 im Schnitt 393 Euro pro Haushalt, wie eine Studie zeigt. Beim Strom- und Gasanbieterwechsel gibt es für Verbraucher aber einige Punkte zu beachten.

Wenn die Zählerstände in die Höhe schnellen, lässt sich durch einen Strom- oder Gasanbieterwechsel möglicherweise viel Geld sparen. Grafik: immowelt

Die Strom- und Gasrechnung macht in vielen Haushalten einen hohen Anteil der Mietnebenkosten aus. Abhängig von Wohnort und Verbrauch können Verbraucher durch einen Anbieterwechsel mehrere hundert Euro Geld sparen. Wer 2014 seinen Gasanbieter gewechselt hat, hatte am Ende des Jahres im Schnitt 393 Euro mehr in der Tasche, rechnet das Vergleichsportal Check24 vor.

Darauf sollten Verbraucher beim Gasanbieterwechsel achten

Bevor sich Verbraucher mit dem Strom- und Gasanbieterwechsel beschäftigen, sollten sie ein paar Daten bereithalten: den aktuellen Energieversorgervertrag mit Kundennummer, die derzeitigen Zählerstände bei Strom und Gas sowie den jeweiligen Jahresverbrauch in Kilowattstunden – letzterer findet sich auf der Jahresabrechnung des Energieversorgers. Damit sich der Anbieterwechsel auch wirklich lohnt, sollten Verbraucher einige Punkte beachten.

Zunächst gilt es, zu überprüfen, wann ein Anbieterwechsel möglich ist. Im aktuellen Vertrag stehen entsprechende Kündigungsfristen und Mindestvertragslaufzeiten. Wichtig: Erhöht ein Energieversorger die Preise, steht Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu – unabhängig von der eigentlichen Vertragslaufzeit.

Die Suche nach einem günstigen Tarif

Bei der Suche nach einem günstigeren Tarif bietet es sich an, einen Vergleichsrechner aus dem Internet zu verwenden, etwa Check24, Verivox oder Toptarif. In der Regel müssen dort nur der jährliche Verbrauch sowie die Postleitzahl eingegeben werden. Die Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass viele der Rechner so eingestellt sind, dass nicht unbedingt der günstigste und langfristig beste Tarif ganz oben angezeigt wird. Häufig seien dies stattdessen Anbieter mit speziellen Boni oder Wechselprämien für Neukunden.

Die Verbraucherorganisation warnt darüber hinaus davor, Pakettarife per Vorkasse zu zahlen – also einen geschätzten Jahresverbrauch im Voraus zu zahlen. In diesen Fällen erhält der Kunde kein Geld zurück, wenn er weniger Gas verbraucht als vereinbart.

Laut Stiftung Warentest sollten deshalb die Voreinstellungen der Portale stets kritisch geprüft werden. Verbraucher sollten auf eine mindestens zwölfmonatige Preisgarantie achten. Wer skeptisch ist, kann sich zudem vom der Verbraucherzentrale Bundesverband beraten lassen. (Weitere Informationen gibt es auf www.vzbv.de.)

Anbieterwechsel per Internet

Ist der neue Anbieter gefunden, ist es am einfachsten, sich über das Internet für einen neuen Vertrag anzumelden. Hierzu ist es nötig, die Kundennummer beim aktuellen Verbraucher sowie den aktuellen Zählerstand zu kennen. Der Gasversorger schickt dann noch einmal eine Vertragsbestätigung per Post, die unterschrieben zurückgeschickt werden muss. Eine Kündigung des alten Vertrags ist in der Regel nicht nötig – dies übernimmt der neue Anbieter. Auch der alte Zähler muss nicht ausgetauscht werden.

11.02.2015


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