Immobilienstandort Deutschland zieht immer mehr Investoren aus dem Ausland an

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Der Immobilienstandort Deutschland wird für Investoren immer attraktiver, vor allem ausländische Anleger stecken ihr Geld besonders gerne in deutsches Betongold. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmens EY (ehemals Ernst & Young). Demnach bezeichnen 45 Prozent der Befragten den Immobilienstandort Deutschland als sehr attraktiv. Noch vor einem Jahr lag der Anteil bei lediglich 32 Prozent.

Immobilienstandort, Berlin, Foto: imago/Lars Reimann
Vor allem der Immobilienstandort Berlin gilt bei Investoren als attraktiv. Foto: imago/Lars Reimann Foto: imago/Lars Reimann

Investoren erwarten auf dem deutschen Immobilienmarkt steigende Kaufpreise. Dies geht aus einer Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmens EY hervor, das 130 Immobilieninvestoren befragt hat. Bei den sogenannten A-Standorten, also besonders begehrten Lagen, gehen 62 Prozent der Investoren von steigenden Preisen aus und auch bei B-Standorten, also mittleren Lagen, erwarten 57 Prozent der Befragten eine Verteuerung.

Die zu erwartenden Preissteigerungen und ein stabiler Finanzierungsmarkt sind für die Investoren offenbar Grund genug, die Attraktivität des deutschen Immobilienmarkts höher einzuschätzen als noch vor einem Jahr: 45 Prozent der Befragten betrachten den Immobilienstandort Deutschland als sehr attraktiv, vor einem Jahr lag dieser Anteil bei lediglich 32 Prozent. Mitunter habe man den Eindruck, dass Immobilien als der einzige „save haven“ angesehen würden, um die überreichlich vorhandene Liquidität der Investoren sicher zu parken, heißt es in der Studie. Das bedeutet: Die aktuell niedrigen Zinsen machen andere Kapitalanlagen weniger attraktiv – Betongold gilt daher als zuverlässige Investition.

Immobilienstandort vor allem für Investoren aus dem Ausland interessant

Besonders für Investoren aus dem Ausland werde der Immobilienstandort Deutschland immer attraktiver, so die Studie. 87 Prozent der Befragten gaben an, dass internationale Investoren ihren Anteil am gesamten Transaktionsvolumen vergrößern würden, 88 Prozent rechnen vor allem mit zunehmender Konkurrenz aus Asien.

Diese Entwicklung soll sich auch im Volumen von Immobilientransaktionen niederschlagen. Nachdem dieses bereits im Jahr 2014 um rund 19 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro gestiegen war, soll es laut EY im kommenden Jahr noch weiter in die Höhe klettern.

Berlin attraktivster Standort

21 Prozent der befragten Investoren bezeichnen Berlin als attraktivsten Standort für Wohnimmobilien, an zweiter Stelle folgt Frankfurt mit 14 Prozent. Anders sieht es bei Büroimmobilien aus: Jeweils 17 Prozent der Befragten haben hier Hamburg und München zu den attraktivsten Standorten erklärt.

Keine negativen Auswirkungen der Mietpreisbremse

Dass sich die von der Bundesregierung geplante Mietpreisbremse negativ auf die Renditen bei Immobiliengeschäften auswirken wird, glaubt indes nur eine Minderheit. 63 Prozent der befragten Investoren gehen nicht davon aus, dass das geplante Gesetz negative Auswirkungen haben wird. 51 Prozent der Investoren setzen daher auch weiterhin verstärkt auf Wohnimmobilien – immerhin drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

13.01.2015


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