Ökodesign-Richtlinie: Ab 2015 werden Haushaltsgeräte sparsamer im Stromverbrauch

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Zu Beginn des Jahres 2015 werden weitere Bestimmungen aus der europäischen Ökodesign-Richtlinie wirksam. Für eine Reihe von Elektrogeräten – wie beispielsweise Kaffeemaschinen oder IT-Geräte – gelten dann niedrigere Verbrauchswerte, wenn sie auf den Markt gebracht werden. Laut Umweltministerium lässt sich mit Haushaltsgeräten, die die Anforderungen der Richtlinie erfüllen, auch noch Geld sparen.

Kaffeemaschine, Energieverbrauch, Warmhaltezeit, Ökodesign-Richtlinie, Foto: smuay / fotolia.com
Ökodesign-Richtlinie: Für Kaffeemaschinen gelten ab 2015 neue Anforderungen an die Warmhaltezeit. Foto: smuay / fotolia.com Foto: smuay / fotolia.com

Ab 1. Januar 2015 gelten in der Europäischen Union (EU) neue Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie für den Energieverbrauch. Etliche Elektrogeräte des täglichen Bedarfs müssen dann strengere technische Anforderungen erfüllen, wenn sie neu auf den Markt kommen. Das teilte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit.

Neue Geräte, die in ein Netzwerk integriert sind oder einen Internetzugang haben, dürfen künftig im Ruhezustand nur noch sechs beziehungsweise zwölf Watt verbrauchen. Zudem muss es möglich sein, drahtlose Netzwerkverbindungen zu deaktivieren. Somit soll verhindert werden, dass die Geräte  Strom vergeuden, obwohl sie nicht in Gebrauch sind.

Ökodesign-Richtlinie: Warmhaltezeit bei Kaffeemaschinen herabgesetzt

Für Kaffeemaschinen gelten neue Anforderungen an die maximale Warmhaltezeit. Bei alten Geräten war diese unbegrenzt. Filter-Kaffeemaschinen mit Isolierkanne müssen sich künftig spätestens fünf Minuten nach dem letzten Brühvorgang selbst abschalten; Geräte ohne Isolierbehälter nach maximal 40 Minuten.

Energieeffizienzklassen für Backöfen

Zusätzlich können sich Verbraucher bald besser über den Stromverbrauch von Dunstabzugshauben und Backöfen informieren. Diese Geräte müssen ab Januar 2015 mit neuen Energieeffizienzklassen (A-G) gekennzeichnet werden.

Mit neuen Geräten Geld sparen

Laut Umweltministerium haben Untersuchungen gezeigt, dass sich mit Haushaltsgeräten, die die Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie erfüllen, im Jahr durchschnittlich pro Haushalt bis zu 280 Euro einsparen lassen. Etwa 200 Euro entfallen dabei grobgeschätzt auf Einsparungen bei Wärme und Warmwasser; 80 Euro auf strombetriebene Elektro- und Elektronikgeräte. Mögliche Mehrkosten bei der Anschaffung seien dabei bereits abgezogen.

Die Ökodesign-Richtlinie ist bereits im Jahr 2005 in Kraft getreten. Ziel der Richtlinie ist es, die Umweltauswirkungen von Produkten, die ein hohes Einsparpotenzial beim Energie- und Ressourcenverbrauch aufweisen, über deren gesamten Lebenszyklus zu vermindern.

29.12.2014


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