Sicherheit an Silvester: Keine illegalen Böller kaufen

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Jedes Jahr zu Silvester investieren die Deutschen mehr als 100 Millionen Euro in Böller, Kracher und Raketen – und die Sanitäter sind im Dauereinsatz. Damit in der Silvesternacht nichts schief geht, sollte bereits beim Feuerwerks-Kauf auf Sicherheit geachtet werden. Erstmals in diesem Jahr müssen geprüfte Feuerwerkskörper keine BAM-Identifikationsnummer mehr aufweisen. Sichere Böller erkennt man an einer Registriernummer, dem CE-Zeichen sowie der Kennnummer der Prüfstelle.

Silvester, Feuerwerk
Beim Feuerwerk auf Sicherheit achten. Foto: Smileus/fotolia.com

Beim Silvesterfeuerwerk sollte auf größtmögliche Sicherheit geachtet werden – und das beginnt bereits beim Erwerb. Erst kürzlich starb ein 27 Jahr alter Mann aus dem thüringischen Bad Langensalza  bei der Explosion eines illegalen Feuerwerkköpers, wie der Berliner Kurier berichtet. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) warnt eindringlich vor  illegalen und ungeprüften Feuerwerkskörpern. Während ein geprüfter Knallkörper lediglich Schwarzpulver enthalte, bestehen illegale Böller oftmals aus einem viel stärker reagierenden Blitzknallsatz. Der Unterschied: Wird ein geprüfter Knallkörper versehentlich in der Hand angezündet, komme es zu leichten Verbrennungen, so die BAM. Bei illegalen Böllern kann es dagegen zu schweren Verletzungen wie etwa den Verlust von Fingern kommen.

Silvester: Bei Feuerwerk auf Sicherheit achten

Geprüfte Feuerwerkskörper erkennt man an der Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle. Außerdem liegt eine deutsche Gebrauchsanleitung bei. Die früher obligatorische BAM-Identifikationsnummer ist für Feuerwerksartikel seit diesem Jahr nicht mehr verpflichtend. Wer unsicher ist, ob ein Feuerwerkskörper legal ist, kann dies anhand der aufgedruckten Nummer auf der Webseite der BAM überprüfen – die Liste enthält sämtliche in Deutschland zugelassenen Feuerwerksartikel

Doch auch beim Umgang mit den Böllern selbst ist Vorsicht angebracht. Zwar sind geprüfte Feuerwerkskörper weniger gefährlich als illegale, doch harmlos sind auch sie nicht. Deshalb gilt: Niemals den Kracher in der Hand explodieren lassen, sondern weit weg werfen. Raketen lassen sich am besten von einer stabilen Abschussbasis starten. Hier eignen sich zum Beispiel schwere Wein- oder Sektflaschen. Die Rakete selbst sollte dann senkrecht nach oben abgefeuert werden. Zur Sicherheit sollte man auch Ohrstöpsel tragen. Denn Knaller und Böller, die in der direkten Nähe des Ohres explodieren, können durchaus das Trommelfell schädigen.

23.12.2014


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