In der Weihnachtszeit steigt die Zahl der Brände – Tipps für mehr Sicherheit

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Kerzenschein und heimeliger Lichterglanz in Haus und Garten gehört in der Weihnachts- und Silvesterzeit für viele einfach dazu. Kerzen und Lichterketten können jedoch Brände auslösen. Tatsächlich brechen im Dezember häufiger Feuer aus als in den anderen Monaten. Tipps für Sicherheit in der Weihnachtszeit.

Kerze, Weihnachtsbaum, Weihnachtszeit, Brände, Sicherheit, Foto: Magdalena Kucova / fotolia.com
Echte Kerzen am Weihnachtsbaum sind stimmungsvoll aber auch gefährlich. Häufig sind sie die Ursache für Brände in der Weihnachtszeit. Foto: Magdalena Kucova / fotolia.com Foto: Magdalena Kucova / fotolia.com

Rund 40 Prozent mehr Feuerschäden als in den  Frühjahrs- und Herbstmonaten verzeichnen die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer jedes Jahr im Dezember. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2013  rund 11.000 Advents- und Weihnachtsbrände registriert. Insgesamt zahlten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer knapp 29 Millionen Euro. Auch Silvia Darmstädter, Pressesprecherin beim Deutschen Feuerwehrverband bestätigt: „In der Advents-, Weihnachts- und Silvesterzeit kommt es bundesweit häufiger zu Brandeinsätzen.“  Häufige Brandursachen seien in Flammen aufgegangene Adventskränze oder Weihnachtsbäume.

Vorsicht bei echten Kerzen

Wer seinen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen schmückt, sollte einiges beachten. Die Kerzen sollten immer so auf den Zweigen angebracht werden, dass die Flamme keine darüber liegenden Zweige entzünden kann. Vor allem ausgetrocknete Zweige brennen leicht. Außerdem sollte der Baum so aufgestellt sein, dass er genügend Abstand zu Vorhängen oder Möbeln hat.

Tipp: In die Nähe des Weihnachtsbaumes immer einen Eimer mit Wasser oder eine Gießkanne stellen. So lässt sich ein Brand im Notfall schnell löschen.

Bei elektrischen Lichterketten auf Siegel achten

Doch nicht nur echte Kerzen, auch elektrische Lichterketten können Brände auslösen. Fallen nämlich mehrere Lämpchen der Lichterkette aus, können sich die restlichen teils so stark erhitzen, dass sie trockene Zweige oder Papier in Brand setzen.

Lichterketten können auch gefährliche Stromschläge erzeugen. Daher sollten die Ketten zudem immer die Kennzeichnung „CE“ haben. Nur dann kann davon ausgegangen werden, dass sie den geltenden Anforderungen innerhalb der EU entsprechen. Zusätzlich sollten die Ketten das Siegel „GS“ für „geprüfte Sicherheit“ tragen.

Wer seinen  Garten oder Balkon mit Lichterketten schmücken möchte, sollte auf das Siegel „IP44“ achten. Es zeigt an, ob ein Produkt für den Außenbereich geeignet ist.

Tipp: Bei Lichterketten mit Leuchtdioden-Technologie  wird mithilfe eines Transformators die Stromspannung von 230 Volt auf etwa zwölf bis 24 Volt reduziert.

Weihnachtsbaum richtig aufstellen

Experten raten, jedes Jahr zu kontrollieren, ob der Christbaumständer noch funktionstüchtig ist – steht ein Baum nämlich wacklig oder ist für den Ständer zu hoch, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Baum samt Kerzen umfällt. 

Tipp: Gute Weihnachtsbaumständer haben ein Wasserreservoir. Dieses sollte auch regelmäßig aufgefüllt werden, damit der Baum nicht austrocknet. Damit er länger frisch bleibt, sollte der Baum auch erst kurz vor dem Fest in der Wohnung aufgestellt werden.

Diese Versicherungen zahlen

  •  Die Hausratversicherung ersetzt Verluste, die sowohl durch Feuer als auch durch Löschwasser entstanden sind – also verbrannte Möbel, Geräte, Teppiche und auch Geschenke. Ist jedoch das Feuer ausgebrochen, weil Kerzen unbeaufsichtigt brannten, zahlen Versicherungen meist nicht oder nur teilweise.
  • Die private Haftpflichtversicherung zahlt, wenn man als Partygast unabsichtlich einen Schaden anrichtet – zum Beispiel den Glastisch demoliert.

19.12.2014


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