Hausbesitzer müssen zum 1. Januar 2015 alte Heizkessel austauschen

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Im Jahr 2015 treten einige Neuregelungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. So dürfen einige alte Heizkessel ab Januar nicht mehr betrieben werden – vor allem in Mehrfamilienhäusern. Zudem muss die Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke bis Ende 2015 neuen Anforderungen entsprechen. Doch es gibt Ausnahmen.

Heizkessel, Foto: Minverva Studio / fotolia.com
Zum 1. Januar 2015 müssen Hausbesitzer einige ältere Heizkessel austauschen lassen. Foto: Minverva Studio / fotolia.com Foto: Minverva Studio / fotolia.com

Im Jahr 2015 kommen auf Hausbesitzer einige Neuerungen zu. Schon ab dem 1. Januar dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen funktionieren, nicht mehr betrieben werden – wenn sie vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden.

Diese Gebäude sind von der Regelung ausgenommen

Von der Regelung ausgenommen sind Wohngebäude mit einer oder zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine bereits zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. Hat die Wohnung aber nach diesem Datum den Eigentümer gewechselt, muss der neue Eigentümer einen gegebenenfalls veralteten Heizkessel tauschen.

Wer jetzt ein solches Haus mit veraltetem Heizkessel kauft, hat für den Austausch allerdings zwei Jahre Zeit.

Zudem gibt es einige Typen von Heizkesseln, die grundsätzlich weiterbetrieben werden dürfen.

Diese Heizkessel müssen nicht ausgetauscht werden

Weiterhin betrieben werden dürfen:

  • Niedertemperatur-Heizkessel
  • Brennwertkessel
  • Heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt
  • Heizkessel, die für den Betrieb mit Brennstoffen ausgelegt sind, deren Eigenschaften von den marktüblichen flüssigen und gasförmigen Brennstoffen erheblich abweichen (etwa Industrierestgas oder Biogas)
  • Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung
  • Küchenherde und Geräte, die darauf ausgelegt sind, nur den Raum zu beheizen, in dem sie aufgestellt sind, die daneben aber auch Warmwasser liefern

Oberste Geschossdecke muss bis Ende 2015 gedämmt werden

Ein wenig länger, nämlich bis 31. Dezember 2015, haben Hauseigentümer Zeit, die oberste Geschossdecke oder das Dach nachträglich zu dämmen – und zwar so, dass ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt/(m²K) nicht überschritten wird. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Laut EnEV gilt die Pflicht zur Dämmung als erfüllt, wenn das Dach oder die oberste Geschossdecke den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Es empfiehlt sich für Hausbesitzer, dies von einem Energieberater überprüfen zu lassen.

Wie bei der Austauschpflicht für ältere Heizkessel gilt auch hier: Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer bereits im Februar 2002 eine selbst bewohnt hat, sind von den Pflichten zur Dämmung ausgenommen.

18.12.2014


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2 Kommentare

Immowelt-Redaktion am 27.02.2015 16:26

Sehr geehrter Herr Schlüter,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bedauerlicherweise können wir Ihren Heizkessel nicht austauschen lassen. News.immowelt.de ist ein Informationsportal. Wir verfassen Nachrichten und Ratgebertexte rund um die... mehr

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Stephan Schüler am 27.02.2015 11:08

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein freistehendes Einfamilienhaus mit 100 qm Wohnfläche und 40 qm Nutzfläche. Der derzeitige Heizkessel von Vissmann ist von 1986. Den möchte ich nun austauschen und sinnvoll Energie sparen.

Hi... mehr

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