Deutscher Energieverbrauch auf niedrigstem Wert seit der Wiedervereinigung

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Der Energieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2014 4,8 Prozent unter dem Verbrauch im Vorjahr und hat damit den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Das hat die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen bekanntgegeben. Am stärksten, nämlich um 14 Prozent, ist dabei der Erdgasverbrauch nach unten gegangen. Der Verbrauch erneuerbarer Energien ist dagegen leicht gestiegen.

Energieverbrauch, Foto: kflgalore/fotolia.com
Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2014 auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung gesunken. Verantwortlich sind vor allem milde Temperaturen. Foto: kflgalore/fotolia.com Foto: kflgalore/fotolia.com

Seit der Wiedervereinigung wurde in Deutschland noch nie so wenig Energie verbraucht wie im Jahr 2014. Das geht aus einer Meldung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor, ein Zusammenschluss von verschiedenen Verbänden und Instituten der Energiewirtschaft. Im laufenden Jahr lag der Energieverbrauch nach ersten Berechnungen bei 13.100 Petajoule, 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Auskunft eines Sprechers flossen in die Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Zahlen bis etwa zum 10. Dezember 2014 ein, der Rest wurde mit Blick auf die zu erwartenden Witterungsbedingungen geschätzt.

Rückläufiger Energieverbrauch bei allen fossilen Energieträgern

Vor allem die fossilen Energieträger waren vom Rückgang des Energieverbrauchs betroffen. So ging der Erdgasverbrauch um rund 14 Prozent zurück. Gesunken ist dabei sowohl der Einsatz von Erdgas für Wärmezwecke als auch in der Kraft-Wärme-Kopplung. Hauptursache war laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen die im Vergleich zu 2013 deutlich wärmere Witterung.

Der Verbrauch von Steinkohle ging um 7,9 Prozent zurück, gesunken ist dabei vor allem der Einsatz des Brennstoffs in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung. Dies sei laut Arbeitsgemeinschaft auch auf den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien zurückzuführen – diese verzeichneten einen Zuwachs um 1,4 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am gesamten Primärenergieverbrauch stieg von 10,4 auf 11,1 Prozent.

Der Verbrauch sank auch bei allen anderen Energieträgern: Die Veränderung bewegt sich hier zwischen minus 0,4 Prozent bei der Kernenergie und minus 2,3 Prozent bei der Braunkohle. Der Verbrauch von Mineralöl sank um 1,3 Prozent.

17.12.2014


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