Darauf ist beim Weihnachtsbaum-Kauf zu achten

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Gefällt, aufgestellt und schnell wieder weggeschmissen: Millionenfach erleiden Fichten, Tannen und Co. jährlich dieses Schicksal. Wenn schon Weihnachtsbaum, dann aber korrekt – Tipps zum Weihnachtsbaum-Kauf.

Weihnachtsbaum-Kauf
Damit es ein besinnliches Fest wird: Tipps zum Weihnachtsbaum-Kauf. Foto: gpointstudio/fotolia.com

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden alljährlich in Deutschland verkauft, die meisten davon stammen aus Weihnachtsbaumkulturen. Rund zehn Prozent legen weite Strecken zurück, weil sie importiert werden, berichtet die Umweltschutzorganisation Robin Wood. Wer jetzt noch keinen hat, sollte beim Kauf einige Dinge beachten.

Auf regionale Herkunft achten

Einen importierten Baum zu kaufen, ist ökologisch betrachtet eher schlecht. Weite Transportwege verschlechtern die Öko-Bilanz, außerdem ist ein solcher Baum in der Regel nicht so frisch wie ein gerade erst gefällter, heimischer Baum. Deshalb: beim Baumkauf nach der Herkunft fragen.

Öko-Siegel

Wer auf Nummer sicher gehen will, dass sein Weihnachtsbaum aus nachhaltigem Anbau stammt, sollte auf ein Ökosiegel achten. Solche Bäume sind entweder nach den Kriterien des ökologischen Landbaus (zum Beispiel Demeter, Bioland oder Naturland) oder des ökologischen Waldbaus (zum Beispiel Forest Stewardship Council oder Naturland) zertifiziert.

Haltbaren Baum kaufen

Aus gutem Grund sehr beliebt ist die Nordmanntanne: Sie hält lange und nadelt nicht. Allerdings ist sie auch teurer als beispielsweise Fichten. Unabhängig von der Sorte ist es aber auf jeden Fall ratsam, den Baum möglichst frisch zu kaufen. Ob er frisch ist, lässt sich am besten an der Schnittstelle feststellen: Sie sollte hell, fast schon weiß sein. Ideal: einen frisch gefällten Baum kurz vor dem Fest beim Forstamt kaufen.

Baum mit Ballen kaufen

Wirklich nachhaltig sind freilich Weihnachtsbäume, die nach dem Fest nicht entsorgt werden müssen: Bäume mit Ballen. Sie können nach dem Fest als Kübelpflanze den Balkon oder die Terrasse schmücken oder werden einfach in den Garten gepflanzt. Für den Baum ist die Prozedur allerdings ein Schock, denn er befindet sich im Winter in Vegetationsruhe und wird ohne Übergang für kurze Zeit in einen künstlichen Sommer geschickt, um dann anschließend wieder in die eisige Kälte zu kommen. Dieser Schock sollte, wenn möglich, abgemildert werden, zum Beispiel indem man den Baum ein paar Tage, bevor er ins warme Wohnzimmer kommt, erst in die Garage oder einen windgeschützten Platz im Freien stellt. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht beschädigt ist.

Nach Weihnachten: Verwertung

In vielen Gemeinden gibt es zum Jahreswechsel zentrale Sammelstellen für den ausgedienten Weihnachtsbaum, bisweilen holt auch die Müllabfuhr den Baum ab. Wer einen Garten besitzt, kann den Baum aber auch selbst verwerten: Zerhäckselt landet er auf dem Humus. Alternativ können die Tannenzweige und -äste auch als Frostschutz für empfindliche Pflanzen dienen.

15.12.2014


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