Einbrecher im Haus – So verhalten Sie sich richtig

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Ein Drittel aller Deutschen hatte schon mal mit Einbrechern zu tun. Wie sich Hausbesitzer und Mieter richtig verhalten, wenn sie vor einer aufgebrochenen Haustür stehen erklärt ein Sprecher der Polizei.

Einbrecher, Foto: BAS.T
An speziell gesicherten Fenstern und Türen, beißen sich Einbrecher die Zähne aus. Foto: BAS.T

Einbrecher im Haus sind ein Alptraum. Gut ein Drittel aller Deutschen hat selbst einen Einbruch erlebt, oder kennt jemanden, dem Ganoven die Wohnung ausgeräumt haben. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von immowelt.de. Wer selbst betroffen ist, reagiert oft drastisch: 35 Prozent der Mieter hielten es nach dem Vorfall in ihrem Zuhause nicht mehr aus, und suchten sich eine neue Bleibe. Jeder fünfte Betroffene blieb zwar an der alten Adresse wohnen, fühlte sich aber dauerhaft unsicher, so die Studie. Das muss jedoch nicht sein. Mieter und Hausbesitzer, die sich nach einem erlebten Einbruch Hilfe holen wollen, finden beispielsweise beim Opferverband Weißer Ring Unterstützung. Der Verband bietet eine kostenlose psychologische Betreuung  sowie Unterstützung bei Behördengängen und Gerichtsverfahren an.

Richtig verhalten im Einbruchsfall

Wer nach Hause kommt und vor einer aufgebrochenen Tür steht, sollte die Wohnung nicht betreten.  Falls die Einbrecher noch da sind, lässt sich so eine gefährliche Begegnung vermeiden. „Bewohner sollten stattdessen über 110 die Polizei verständigen und warten, bis die Beamten da sind“, rät Peter Herbst, Kriminalhauptkommissar der Kripo Nürnberg. „Beim Betreten der Wohnung ist es außerdem wichtig, keine Spuren zu verwischen. Den Impuls das entstandene Chaos aufzuräumen, sollte man deshalb unterdrücken. Nur so kann die eventuell dazu gerufene Spurensicherung wertvolles Beweismaterial sammeln.“

Technische Beratung zum Einbruchschutz

Mieter und Hausbesitzer, die ihr Zuhause von vorneherein gegen Einbrecher absichern möchten, können Sicherheitstüren und -fenster einbauen. Mieter müssen solche Maßnahmen in der Regel mit dem Vermieter abstimmen. Auch Alarmanlagen und elektronische Meldesysteme helfen, die Ganoven fernzuhalten. Eine ausführliche Sicherheitsberatung geben polizeiliche Beratungsstellen. „Wer zum Beispiel wissen möchte, welchen Schließzylinder er einbauen soll, oder Fragen zur neuen Tür oder zum einbruchsicheren Fenster hat, kann sich bei uns informieren“, erklärt Herbst, der selbst für die technische Beratung zuständig ist. Die Adresse der nächstgelegenen Beratungsstelle sind auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention zu finden. Dort gibt es auch ein Verzeichnis von zertifizierten Herstellern, die Einbruchsicherungen fachgerecht einbauen und ebenfalls beraten.

KfW fördert Maßnahmen zum Schutz gegen Einbrecher

Eigentümer, die ihr Zuhause mit einbruchsicheren Fenstern und Türen oder Sicherheitsanlagen ausstatten möchten,  erhalten unter bestimmten Voraussetzungen vergünstigte Kredite und Zuschüsse durch die Förderbank der deutschen Wirtshaft (KfW). Bauherren und Renovierer, die eine energetische Sanierung vornehmen oder einen altersgerechten Umbau planen, können sich für eine KfW-Förderung bewerben. Gleichzeitig durchgeführte Maßnahmen zum Schutz gegen Einbrecher werden mitgefördert.

15.10.2014


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