Bauministerin will beim Wohngeld die Heizkostenpauschale wieder einführen

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Bundesumwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks will die Heizkostenpauschale beim Wohngeld wieder einführen. Dies hat sie im Rahmen der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag erklärt. Zudem bekräftigte sie noch einmal ihr Vorhaben, im Jahr 2015 das Wohngeld erhöhen zu wollen.

Heizkostenpauschale, Foto: dp@pic/fotolia.com
Heizkosten können für Geringverdiener eine hohe finanzielle Belastung sein. Mit der Wiedereinführung der Heizkostenpauschale beim Wohngeld will Bauministerin Hendricks dem entgegentreten. Foto: dp@pic/fotolia.com Foto: dp@pic/fotolia.com

Gute Nachrichten für alle Geringverdiener: Bundesbauministerin Barbara Hendricks plant im Rahmen einer Wohngeldreform, die Heizkostenpauschale wieder einzuführen. Dies erklärte sie anlässlich der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag. Die Heizkostenpauschale ist ein Zuschuss zum Wohngeld, der schon Jahr 2009 einmal eingeführt worden ist. Demnach wurden bei der Berechnung des Wohngelds die Heizkosten je nach Zahl der Haushaltsmitglieder in die Miete mit eingerechnet.

Wohngeld kann von Haushalten beantragt werden, die ihre Miete aufgrund eines geringen Einkommens nicht komplett selbst zahlen können. Durch das Haushaltsbegleitgesetz wurde die Heizkostenpauschale jedoch bereits im Jahr 2011 wieder abgeschafft. Begründung: Die Heizkosten in Deutschland seien damals gesunken.

Heizkostenpauschale soll helfen, Probleme aufgrund von steigenden Mieten abzufedern

Die Wiedereinführung der Heizkostenpauschale ist Teil einer Wohngeldreform, die derzeit im Bauministerium geplant wird. „Gerade in den Ballungsräumen gibt es wachsende Probleme mit Wohnungsmangel und steigenden Mieten“, sagte Hendricks laut Plenarprotokoll im Bundestag. Die Ministerin bekräftigte daher zusätzlich noch einmal ihre Pläne, im Jahr 2015 das Wohngeld zu erhöhen. Dieses Vorhaben hatte sie bereits im April 2014 bekannt gegeben, wie immowelt.de berichtete. Entgegen den ursprünglichen Pläne, wonach die Erhöhung im April 2015 in Kraft treten sollte, soll dies nun zum 1. Juli geschehen. Das teilte ein Sprecher des Bauministeriums auf Anfrage mit. Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2015 sei laut Hendricks die Summe für das Wohngeld bereits von 500 Millionen auf jetzt 630 Millionen Euro erhöht worden.

Kritik gab es von den Oppositionsparteien. Heidrun Blum (Die Linke) warf Hendricks vor, sie lasse ihren Worten keine Taten folgen. Stattdessen habe die Bundesregierung eine Mitschuld an der Wohnungsknappheit. So habe sie es  bislang versäumt, den Bestand von rund 42.000 Wohnungen der Bundeanstalt für Immobilienaufgaben dafür zu nutzen, sozialverträgliche Wohnungen zu schaffen.

12.09.2014


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