Heizperiode: Mieter müssen auch im Sommer nicht frieren

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Nass, kalt und trüb: Der Sommer scheint sich in Deutschland bereits verabschiedet zu haben. Vor allem nachts kühlen die Temperaturen meist so weit herunter wie sonst im Herbst. Viele Mieter würden am liebsten jetzt schon die Heizung in ihrer Wohnung aufdrehen. Nicht immer ist das aber möglich, denn manche Vermieter schalten die Heizanlage im Sommer – außerhalb der üblichen Heizperiode – aus. Ab wann eine Wohnung beheizbar sein muss.

Heizperiode, Heizung, Foto: thingamajiggs/fotolia.com
Nachts wird es momentan so kalt wie sonst im Herbst. Vermieter müssen sicherstellen, dass es auch außerhalb der Heizperiode warm in der Wohnung ist. Foto: thingamajiggs / fotolia.com Foto: thingamajiggs / fotolia.com

In diesen nasskalten Spätsommertagen hat so mancher bestimmt schon daran gedacht, die Heizperiode ein wenig früher zu starten als sonst. In vielen Mietshäusern bringt es jetzt aber noch gar nichts, die Heizung aufzudrehen. Denn Vermieter dürfen zentrale Heizanlagen während der Sommermonate ausschalten.

Eine gesetzliche Vorgabe für den Beginn und die Dauer der Heizperiode gibt es nicht. Üblicherweise beginnt diese aber am 1. Oktober und endet am 30. April, sofern im Mietvertrag nichts anderes festgelegt ist. Im Sommer können Vermieter die Heizung ausschalten. Viele machen das, um Strom zu sparen.

Bei drastischem Temperatureinbruch muss Vermieter Heizung im Sommer einschalten

Was aber, wenn es den Mieter auch im Sommer friert? Im Mietrecht ist geregelt, dass Vermieter auch außerhalb der Heizperiode dafür sorgen müssen, dass in der Mietwohnung eine angenehme Temperatur herrscht. Sinkt die Temperatur also im Sommer drastisch, ist der Vermieter verpflichtet, die Heizung einzuschalten. Das Landgericht Kassel (WM 64, 71) hat beispielsweise in einem Urteil entschieden, dass die Heizung eingeschaltet werden muss, wenn die Zimmertemperatur tagsüber zeitweise unter 18 Grad sinkt und absehbar ist, dass die Kälteperiode mehrere Tage anhalten wird.

Läuft die Heizung, sollte die Mindesttemperatur in der Wohnung zwischen 20 und 22 Grad liegen – das erachten die Gerichte als ausreichend. Nachts, zwischen 23 Uhr und sechs Uhr, reichen 18 Grad. Auch nach DIN 4701 sollten in Wohn- und Schlafräumen mindestens 20 Grad herrschen, in Bädern 22 Grad. Für den Flur reichen 15 Grad.

27.08.2014


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9 Kommentare

bodoflori am 20.09.2019 15:16

Wohnen zu Miete,bei uns trotz der kalten Temperaturen, ist die Heizung noch aus,da der Vermieter die noch nicht eingeschaltet hat.Haben wir recht auf die Heizung oder nicht!?

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Immowelt-Redaktion am 23.09.2019 08:25

Hallo bodoflori,

Die Heizperiode dauert üblicherweise zwar vom 1. Oktober und bis 30. April. Wenn es aber zu kalt wird, muss der Vermieter dafür sorgen, dass die Wohnung auch außerhalb dieser Heizperiode beheizbar ist.

Beste Grüße

di... mehr

pie976 am 30.08.2019 11:47

Draußen sind es momentan ja 27° oder mehr. Trotzdem habe ich bei mir in der Wohnung gerade mal knapp 18°, abends & nachts geht das auch schon mal in den einstelligen Bereich. Habe außerdem eine sehr feuchte Wohnung und habe jetzt schon... mehr

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.09.2019 10:51

Hallo pie976,

wir können die Situation aus der Ferne nur schwer beurteilen, wenngleich es ungewöhnlich ist, dass bei den hohen Außentemperaturen der vergangenen Wochen die Wohnung so weit abkühlt. Wir raten Ihnen, die erreichbaren... mehr

bodoflori am 11.03.2018 11:10

Wir Wohnen zur Miete und leider seit den 10 März wird die Heizung nur Lauwarm, 19 Grad in der Wohnung ist mir zu wenig, der Hausmeister mein es liegt an Aussentemperaturen 10 Grad zur Zeit und den Aussenfühler.Was kann man tun, mir ist... mehr

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Immowelt-Redaktion am 12.03.2018 10:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn in einer Wohnung keine 20 Grad erreicht werden können, ist dies unter Umständen ein Grund für eine Mietminderung. Das konkrete Maß der Minderung lässt sich leider vorab nicht genau... mehr

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