56 Prozent der Deutschen sind mit ihrer Wohnung unzufrieden – das sind die größten Frust-Faktoren

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Zu dunkel, zu laut, zu klein: 56 Prozent der Deutschen sind mit ihrer Wohnung ganz schön unzufrieden. Das hat eine aktuelle Studie ergeben. Was die Deutschen am meisten an ihrer Wohnung nervt.

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Ein Großteil der Deutschen ist unzufrieden mit seiner Wohnung. Frust-Faktor Nummer eins: Die Wohnung ist zu hellhörig. Foto: Jürgen Flächle/fotolia.com Foto: Jürgen Flächle/fotolia.com

Nach Hause kommen und sich rundum wohl fühlen. Bei einem Großteil der Deutschen ist das nicht der Fall. Wie eine repräsentative Studie von immowelt.de zeigt, mögen 56 Prozent ihre eigenen vier Wände nicht sonderlich.

Die Top fünf der größten Frust-Faktoren

  1. Die Wohnung ist hellhörig
    Der Nachbar oben hört ständig laute Musik und von nebenan bekommt man jedes Telefonat unfreiwillig mit. 19 Prozent der Unzufriedenen finden ihre Wohnung zu hellhörig. Häufig ist fehlender Schallschutz an Decken und Wänden der Grund dafür, dass selbst normale Geräusche aus den Nachbarwohnungen deutlich zu hören sind. Generell kann der Mieter vom Vermieter nicht verlangen, dass der Schallschutz an aktuell geltende Normen angepasst wird (BGH-Urteil, AZ. VIII ZR 287/12). Mit ein paar Tricks kann man aber die eigene Wohnung wenigstens etwas selbst schalldämmen: Stoffbespannungen an den Wänden, Gardinen, Polster- oder Teppichmöbel brechen den Schall. Darüber hinaus gibt es Trittschallplatten und Dämm-Matten im Baumarkt zu kaufen.

  2. Die Wohnung ist zu klein
    Weitere 18 Prozent der Unzufriedenen finden ihre Wohnung zu klein. Sie hätten gerne noch mindestens ein zusätzliches Zimmer in ihrer Wohnung. Tatsächlich leben viele Deutsche in zu kleinen Wohnungen. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2011 die Wohnungen von sieben Prozent der Bundesbürger überbelegt. Als überbelegt gelten Wohnungen, in denen Erwachsene kein eigenes Zimmer für sich zur Verfügung haben oder sich mehrere Kinder ab zwölf Jahren ein Zimmer teilen müssen.

  3. Ein Balkon oder eine Terrasse fehlen
    Einen kleinen Garten mit Terrasse oder einen eigenen Balkon wünschen sich 16 Prozent der Unzufriedenen. Balkon oder Terrasse haben aber auch ihren Preis. Im Schnitt kosten Wohnungen mit Freisitzen 24 Prozent mehr Miete als Immobilien ohne Zugang ins Freie.

  4. Die Raumaufteilung der Wohnung ist ungünstig
    Zu viele Dachschrägen oder verwinkelte Zimmer: Zwölf Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnung unzufrieden, weil ihnen die Raumaufteilung nicht passt oder der Schnitt der Wohnung ungünstig ist. Mit ein paar Tricks lassen sich aber auch schwierige Zimmer gut einrichten. Frei stehende Bücherregale, Paravents oder Vorhänge können als Abgrenzung dienen, um Leseecken oder Arbeitsplätze in Zimmer mit Schlaf- oder Wohnfunktion zu integrieren. Kleine Zimmer wirken mit hellen Farben optisch größer. Überraschende Effekte erzielt man manchmal auch, wenn kleinere Möbel quer im Zimmer aufgestellt werden und nicht entlang der Wände.

  5. Wohnung wird im Sommer zu warm / Sanitäranlagen sind veraltet
    Zehn Prozent der Unzufriedenen bemängeln, dass sich ihre Wohnung an heißen Sommertagen extrem aufheizt. Es gibt jedoch ein paar Tricks, mit denen die Wohnung auch ohne stromfressende Klimaanlage kühl bleibt. Gelüftet werden sollte nur morgens und abends. Denn wer den ganzen Tag das Fenster offen lässt, riskiert, dass die heiße Luft von draußen in die Wohnung eindringt. Auch Jalousien können die Hitze ein wenig aussperren. Hilfreich ist es zudem, überflüssige Elektrogeräte auszuschalten, denn auch diese geben Wärme ab und heizen die Wohnung zusätzlich auf.
    Ebenfalls zehn Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnung unzufrieden, weil die Sanitäranlagen veraltet sind. Verständlich, denn veraltete Sanitäranlagen verbrauchen auch mehr Energie oder Wasser als moderne.

44 Prozent finden Wohnung rundum schön

Weitere Frust-Faktoren sind defekte Heizungen, fehlende Abstellräume oder zu dunkle Zimmer. Doch nicht alle Deutschen sind mit ihrer Wohnung unzufrieden. 44 Prozent geben an, eine rundum schöne Wohnung zu haben.

18.08.2014


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