Schwieriges soziales Umfeld ist K.-o.-Kriterium bei der Wohnungssuche

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Bei der Suche nach dem eigenen Haus oder der Eigentumswohnung lässt sich ein Großteil der Kaufinteressenten von einem schwierigen sozialen Umfeld abschrecken. Das meinen zumindest 86 Prozent der Makler, die im Rahmen des Marktmonitors Immobilien 2014 zu den negativen Auswirkungen verschiedener Umgebungsfaktoren bei der Wohnungssuche befragt wurden.

Wohnungssuche, soziale Brennpunkte, Foto: Sven Petersen/fotolia.com
Soziale Brennpunkte gelten bei der Wohnungssuche als K.-o.-Kriterium, glauben die deutschen Makler. Foto: Sven Petersen/fotolia.com Foto: Sven Petersen/fotolia.com

Von welchen Kriterien lassen sich Immobilienkäufer bei der Wohnungssuche am meisten abschrecken? Die deutschen Makler haben dazu eine eindeutige Meinung, wie der Marktmonitor Immobilien 2014, eine repräsentative Studie von immowelt.de, zeigt. 86 Prozent der befragten Immobilienprofis sind der Meinung, dass Kaufinteressenten sich vor allem von sozialen Brennpunkten abschrecken lassen. Damit werden die Auswirkungen eines schwierigen sozialen Umfelds als genauso abschreckend eingeschätzt wie sonst nur starker Lärm und Gestank.

Dabei sind Makler, die in Kleinstädten tätig sind, häufiger der Meinung, dass ihre Kunden sich von einem schwierigen sozialen Umfeld bei der Wohnungssuche abschrecken lassen: 96 Prozent gaben dies bei der Befragung an. In Großstädten waren es nur 84 Prozent. Der Grund: In Kleinstädten fallen soziale Brennpunkte stärker auf, Großstädter sind damit häufiger konfrontiert und daher besser daran gewöhnt.

Wohnungssuche: Schlechte Infrastruktur und dicht bebaute Wohnumgebung ebenfalls abschreckend

Ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Kaufentscheidung von Wohnungssuchenden hat eine schlecht ausgebaute Infrastruktur. 72 Prozent der deutschen Makler sind der Ansicht, dass beispielsweise wenige Einkaufsmöglichkeiten im Viertel oder eine schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sich bei der Wohnungssuche negativ auswirken. 70 Prozent der befragten Makler glauben darüber hinaus, dass eine dicht bebaute Wohnumgebung vor einem Immobilienkauf abschreckt.

Leerstand wird als weniger problematisch angesehen

Überraschend ist, dass leerstehende Wohnungen in der Nachbarschaft von nur 49 Prozent der Makler als problematisch empfunden werden. Will der Wohnungseigentümer die Wohnung später vermieten, kann Leerstand jedoch zu einem Problem werden. In Regionen mit hohen Leerstandsquoten sind die Mieten merklich geringer, die Vermietung wird schwieriger. Dennoch sehen die befragten Makler kein anderes Kriterium als weniger problematisch an.

11.06.2014


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