Weihnachtsdeko: Das müssen Mieter beachten

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Blinkende Rentiere, grellbunte Lichterketten und Weihnachtsmänner, die an der Hausfassade hochklettern – spätestens zum ersten Advent fangen viele Menschen an, ihre Häuser und Wohnungen mit Weihnachtsdeko zu verschönern. Doch gerade Mieter müssen beim ganzen Deko-Spaß ein paar Vorschriften beachten.

Weihnachtsdeko, Mieter, Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com
Über die Weihnachtsdeko lässt sich jedes Jahr streiten. Fakt ist jedoch: Vermieter dürfen ihren Mietern nicht verbieten, den Balkon zu schmücken. Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com

In der Vorweihnachtszeit verwandeln sich so manche Vorgärten in wahre Lichtermeere und auf den Balkonen und hinter den Fenstern blinkt und glitzert es. In Mietshäusern ist allerdings nicht alles an Weihnachtsdeko erlaubt.

Zunächst die gute Nachricht: In ihren Wohnungen dürfen sich Mieter freilich so kreativ austoben wie sie möchten. Und auch Fenster, gemietete Gärten und Balkone dürfen mit Lichterketten und Co. verziert werden – solange nichts dabei beschädigt wird. Den Vermieter dazu um Erlaubnis fragen muss man nicht; Klauseln im Mietvertag, die beispielsweise Christbäume auf dem Balkon verbieten, sind in der Regel unwirksam.

Generell sollten Deko-Fans allerdings darauf achten, dass die Lichter nicht permanent oder die ganze Nacht lang in die Nachbarwohnung scheinen – das gilt auch für Hauseigentümer. Spätestens um 22 Uhr sollten die Weihnachtslichter ausgehen und auch erst wieder ab 6 Uhr eingeschaltet werden. Dekoration auf dem Balkon muss zudem so angebracht werden, dass niemand dadurch gefährdet wird. Weihnachtsbäume beispielsweise müssen so gesichert werden, dass sie auch einen Sturm aushalten und nicht auf die Straße fallen.

Vanilleduft im Hausflur müssen Nachbarn nicht dulden

Erlaubt ist es auch, Weihnachtsschmuck – wie Kränze – außen an die Wohnungstür zu hängen. Kritisch wird es allerdings, wenn Mieter versuchen, das ganze Treppenhaus nach ihrem Geschmack zu dekorieren oder im ganzen Haus weihnachtliche Duftsprays versprühen. Das müssen die Nachbarn nicht akzeptieren, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 3 Wx 98/03). Brennende Kerzen im Treppenhaus sind wegen der Brandgefahr nicht erlaubt.

Weihnachtsdeko an der Hauswand: Vermieter fragen

Weihnachtsdeko, die an der Hauswand angebracht werden muss – wie etwa die kraxelnden Weihnachtsmänner – bedürfen in der Regel der Zustimmung des Vermieters. Meist muss nämlich dafür ein Loch in die Hauswand gebohrt werden und auch darüber hinaus könnte die Fassade dadurch beschädigt werden. Natürlich sollte auch hier gelten: Die Deko muss so angebracht werden, dass niemand dadurch verletzt werden kann.

Anders sieht es übrigens bei Wohnungseigentümergemeinschaften aus. Diese können konkrete Regeln für die Weihnachtsdeko aufstellen, an die sich dann alle Parteien halten müssen.

21.11.2013


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1 Kommentar

Seifert am 03.11.2016 10:10

und noch ein Tipp vom Vermieter für Mieter - hier können Sie als MIETER so richtig abzocken......!!!! obwohl beim Einzug bekannt war, dass das Haus uralt ist und nicht den heutigen Schallschutzbestimmungen entspricht!!: wenn Sie... mehr

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