Richtig heizen und lüften – mehr Behaglichkeit in der kalten Jahreszeit

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Es wird kalt. Der Winter streckt seine Finger aus, Schnee und Eis lassen nicht mehr lange auf sich warten. Für Behaglichkeit in der Wohnung sorgen dicke Decken, Tassen mit heißem Tee und ein gemütliches Sofa. Und natürlich läuft die Heizung auf Hochtouren. Richtig heizen und lüften – so geht’s.

Ein heißer Tee, eine gemütliche Decke – so wird’s auch bei eisigen Temperaturen behaglich. Richtig heizen und lüften muss man trotzdem. Foto: JackF/fotolia.com Foto: JackF/fotolia.com

Es mag etwas seltsam klingen, von richtigem Heizen zu sprechen. Sofern die Heizung nicht kaputt ist, dreht man eben auf und dann wird’s warm. Allerdings gibt es so einiges zu beachten, möchte man effizient heizen, keine Energie verschwenden und Schimmelbildung vorbeugen.

Richtig Heizen und Lüften

  • Die Raumtemperatur sollte 20 bis 22 Grad betragen. Bei Räumen, die nur selten oder nachts genutzt werden, reichen 18 bis 20 Grad.
  • Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 35 und 65 Prozent liegen. Ein Hygrometer zeigt Luftfeuchtigkeit und Temperatur an.
  • Richtig lüften hilft dabei, beide Werte zu kontrollieren und die Wohnung mit Frischluft zu versorgen. Bleibt feuchte Luft in der Wohnung und kühlt an Außenwänden und Fenstern ab, gibt sie die Feuchtigkeit ab und Schimmel kann entstehen.
  • Morgens und abends alle Fenster aufreißen und einmal komplett durchlüften. Dabei die Heizung ausschalten. Wer tagsüber zuhause ist, muss häufiger lüften.
  • Die Heizung auch bei Abwesenheit nicht ganz ausschalten. Eine Wohnung vollständig aufzuheizen kostet mehr Energie als ein gewisses Niveau dauerhaft zu halten.
  • Gut gedämmte Häuser mit Isolierglas müssen öfter gelüftet werden. Bei älteren Häusern findet ein gewisser Luftaustausch schon durchs Mauerwerk statt.
  • Heizung nicht mit Möbeln zustellen
  • Gluckert oder klopft der Heizkörper, muss er womöglich entlüftet werden. Dass kann man je nach Heizkörper mit einem Vierkantschlüssel oder einem Schraubenzieher selbst machen. Dazu muss die Heizung voll aufdreht und auf der anderen Seite das Entlüftungsventil geöffnet werden. Wenn nur noch Wasser herauskommt, ist der Heizkörper entlüftet.

Wenns trotzdem kalt bleibt

… nützt auch richtiges Heizen nichts. Dann funktioniert womöglich die Heizung nicht oder nicht richtig. Sorge tragen muss der Eigentümer. Die Kosten für eine regelmäßige Wartung kann er allerdings auf den Mieter umlegen. Stehen Reparaturen an, bezahlt sie der Eigentümer.

Wenn die Heizung aber tatsächlich kaputt ist, beziehungsweise der Eigentümer sich nicht um eine kaputte Heizung kümmert, können Mieter die Miete mindern. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Köln um zehn bis 20 Prozent (Az.: 201 C 481/10). Fällt die Heizung während Minusgraden komplett aus, kann die Miete auch komplett gemindert werden (Landgericht Berlin, Az.: 65 S 70/92). Leichte Störungen und Ausfälle nur an Einzeltagen müssen allerdings hingenommen werden (Oberlandesgericht Brandenburg, Az.: 3 U 10/07). Während der Eigentümer die Heizung so regeln darf, dass sie nachts auf Sparflamme läuft, muss Warmwasser mit mindestens 40 Grad Tag und Nacht verfügbar sein.

Kosten sparen

Die Heizungswartung kann schon teuer genug werden. Auch Brennstoffe wie Heizöl oder Gas sind nicht gerade billig, die Preise steigen zum Teil sogar noch weiter. So kann man richtig heizen und lüften und dabei etwas Geld sparen:

  • Ein Grad kälter fühlt man nicht sofort, es spart aber etwa sechs Prozent der Energiekosten ein.
  • Gerade in wenig genutzten Räumen und/oder nachts kann die Temperatur heruntergedreht werden. Im Schlafzimmer sind 16 bis 18 Grad sogar gesund. Schlafzimmer von kleinen Kindern sollten aber nicht zu kalt werden und auf keinen Fall unter 16 Grad abkühlen.
  • Programmierbare Thermostatventile helfen dabei, die Wohnung flexibel zu heizen. Dann fährt die Heizung ab 23 Uhr auf 18 Grad runter und heizt das Bad pünktlich eine halbe Stunde vor dem Duschen auf 22 Grad.

12.11.2013


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4 Kommentare

Immowelt-Redaktion am 27.12.2013 10:06

Sehr geehrter Herr Brosterhues,

damit ist das Abdrehen der Zimmerthermostate an den Heizkörpern gemeint.

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Brosterhues, Berthold am 23.12.2013 21:18

Hallo Immowelt-Redaktion,

"Die Heizung auch bei Abwesenheit nicht ganz ausschalten." Ist damit die Abschaltung des Heizkessels oder das Abdrehen der Zimmerthermostate am Heizkörper gemeint??

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Rena am 10.12.2013 13:26

Im Unverstand wird hier in einem Mehrfamilienhaus in der Waschküche die Heizung seit Anfang September aufgedreht. Gleichzeitig wird bei einem älteren Fenster etwas dazwischen geklemmt, so dass die "feuchte Luft" entweichen kann. Von der... mehr

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