Deutsche Wohnen AG und GSW Immobilien AG stehen vor Zusammenschluss

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Die Deutsche Wohnen AG bereitet ein öffentliches Umtauschangebot für alle Aktien der GSW Immobilien AG vor. Durch diesen Milliardendeal würde eines der größten deutschen Wohnimmobilienunternehmen entstehen. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden.

Deutsche Wohnen, Immobilienunternehmen, Immobilienmarkt Berlin, Foto: flashpics/fotolia.com
Der Immobilienmarkt in Berlin boomt. Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen will nach der Vergrößerung ordentlich mitmischen. Foto: flashpics/fotolia.com Foto: flashpics/fotolia.com

Die Deutsche Wohnen AG bietet allen Aktionären der GSW Immobilien AG an, ihre Anteile an der GSW gegen Aktien der Deutsche Wohnen zu tauschen. Das vergrößerte Unternehmen wäre eines der wichtigsten Wohnimmobilienunternehmen in Deutschland.

Derzeit verfügt die Deutsche Wohnen über knapp 90.000 Wohneinheiten. Nach erfolgreichem Zusammenschluss würde sich das Volumen auf rund 150.000 Wohneinheiten erhöhen. Etwa zwei Drittel der Wohnungen befinden sich in Berlin, auf dessen Wohnungsmarkt der zukünftige Immobilienriese seinen Schwerpunkt legen will. Was sich für Mieter der GSW Immobilien verändert, ist bislang unklar. Allerdings ähneln sich die bisherigen Strategien der beiden Unternehmen: Beide waren auf Bestandserhaltung und Investition ausgelegt. Der durchschnittliche Mietpreis der GSW betrug zuletzt 5,31 Euro pro Quadratmeter im Monat, der Preis der Deutsche Wohnen lag bei 5,51 Euro. Beide Preise liegen unter dem durchschnittlichen Mietpreis deutscher Großstädte, der laut immowelt.de im 1. Quartal 2013 bei 6,60 Euro liegt. Der durchschnittliche Mietpreis in Berlin liegt bei 8,50 Euro pro Quadratmeter, wie der Mietpreisvergleich ostdeutscher Großstädte von immowelt.de zeigt.

Die milliardenschwere Transaktion soll mithilfe einer Kapitalerhöhung finanziert werden. Die Aktionäre der Deutsche Wohnen sollen diese am 30. September beschließen. Das Immobilienunternehmen verspricht sich durch den Deal ein besseres Standing auf dem europäischen Kapitalmarkt sowie Synergieeffekte etwa in Facility Management, Versicherungen und Energieversorgung.

20.08.2013


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1 Kommentar

wasi am 05.09.2013 12:59

Grundsätzlich wird dieser Deal für sinnvoll gehalten. Die Voraussetzung für einen M&A-Deal ist, dass die außerordentliche Hauptversammlung der Deutsche Wohnen am 30. September einer dafür erforderlichen Kapitalerhöhung zustimmt. Vom... mehr

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