Hausbau wird teurer: Honorare für Architekten steigen

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Architekten und Ingenieure dürfen ab sofort höhere Honorare für ihre Leistungen verlangen. So sieht es die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Neufassung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vor, die der Bundesrat Mitte Juli gebilligt hat. Bauherren müssen nun für Architektenleistungen durchschnittlich 17 Prozent mehr zahlen.

Architekten, Honorare, Foto: goodluz/fotolia.com
Architekten und Ingenieure dürfen seit Juli 2013 höhere Honorare für ihre Leistungen verlangen. Foto: goodluz/fotolia.com Foto: goodluz/fotolia.com

Nicht Angebot und Nachfrage, sondern eine vom Staat festgelegte Honorarordnung  bestimmt die Löhne für Ingenieure und Architekten. Berechnet werden sie je nach geleisteter Arbeit anhand von Tabellen, sogenannter Honorartafeln. Im Juli ist nun die HOAI 2013 in Kraft getreten, dabei wurden neue Regeln für die Honorarabrechnung aufgestellt und einige Werte der Tabellen erhöht. Die letzte Änderung der Honorarordnung war vor vier Jahren.

Da sich im Verlauf der vergangenen Jahre einige Maßeinheiten für die Honorarberechnung komplett geändert haben, ist es relativ schwer, alle Honorartafeln miteinander zu vergleichen. Fakt ist aber, dass die Honorare für Ingenieurs- und Architektenleistungen im Vergleich zur HOAI 2009 durchschnittlich um 17 Prozent gestiegen sind.

Für Gebäudeplanungen beispielsweise müssen zukünftige Bauherren mit bis zu 30 Prozent mehr Architektenhonorar rechnen. Hat ein Architekt bislang ein Haus mit durchschnittlichen Planungsanforderungen entworfen, dessen Baukosten bei 500.000 Euro lagen, konnte er zwischen 48.667 und 61.464 Euro Honorar verlangen. Nun reicht die Spanne zwischen 62.900 und 78.449 Euro.

12.08.2013


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