Gestiegene Notarkosten: Der Hauskauf wird teurer

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Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat der Bundestag noch vor der Sommerpause das sogenannte Kostenrechtsmodernisierungsgesetz verabschiedet. Die Folge sind gestiegene Notarkosten. Wer die Dienstleistungen eines Notars in Anspruch nimmt, zahlt seit 1. August mehr.

Notarkosten, Notar, Foto: Iurii Sokolov/fotolia.com
Wer ein Haus kauft, muss seit 1. August mit höheren Notarkosten rechnen. Foto: Iurii Sokolov/fotolia.com Foto: Iurii Sokolov/fotolia.com

In Deutschland ist die Höhe der Notarkosten gesetzlich vorgeschrieben. Bislang richtete sie sich ausschließlich nach der Bedeutung und dem Wert des Geschäfts, unerheblich war bisher wie viel Aufwand der Notar mit einem Antrag hat.

Die zum 1. August in Kraft getretene Kostenreform ändert das – wer eine aufwändigere Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss jetzt auch mehr zahlen. Die Notargebühren steigen so im Schnitt um 15 Prozent, im Einzelfall kann die Steigerung aber noch deutlich höher sein. Ein Beispiel: Wird eine Immobilie im Wert von 200.000 Euro verkauft, stellte der Notar für Beurkundung, Vollzug und Betreuung von Käufer und Verkäufer bislang ein Honorar in Höhe von rund 1085 Euro in Rechnung. Jetzt liegen die Gebühren bei etwa 1305 Euro – eine Steigerung von rund 20 Prozent.

Die Bundesnotarkammer weist jedoch darauf hin, dass die Gebühren seit 27 Jahren nicht mehr erhöht worden seien. Die durchschnittliche Preissteigerung von 15 Prozent bleibe somit immer noch deutlich hinter der allgemeinen Einkommensentwicklung zurück. Im internationalen Vergleich seien Notare in Deutschland immer noch sehr günstig. Dennoch steigen durch das Gesetz einmal mehr die Baunebenkosten.

12.08.2013


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