Immobilienkauf: Wann sich Kaufen lohnt und wann man Mieter bleiben sollte

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Der Immobilienkauf ist für viele die größte Finanzentscheidung ihres Lebens und will daher gut durchdacht sein. Das Immobilienportal immowelt.de zeigt, für wen Kaufen sinnvoll ist und für wen Mieten die bessere Entscheidung ist.

Bei einem Nachbarschaftsstreit können Mieter schon nach maximal drei Monaten Kündigungsfrist umziehen. Eigentümer sind dagegen mehr gebunden. Foto: Immowelt AG Foto: Immowelt AG

Für viele private Anleger gilt die Investition in eine Immobilie als zukunftssichere Geldanlage. Inflationsängste und Währungskrise steigern seit einigen Jahren die Nachfrage nach Wohneigentum. Welche Vor- und Nachteile der Immobilienerwerb mit sich bringt und wann man lieber Mieter bleiben sollte, erklärt das Immobilienportal immowelt.de.

Immobilie kaufen

Viele Deutsche träumen vom Eigenheim. Doch oft sind Wunsch und Wirklichkeit weit voneinander entfernt. Denn nur jeder Zweite erfüllt sich den Traum im Laufe seines Lebens. Gründe dafür sind zumeist finanzieller Natur. Viele Experten raten, mindestens 20 Prozent Eigenkapital aufzuwenden – das sind bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro immerhin 60.000 Euro. Neben dem Kaufpreis muss der Käufer auch Kaufnebenkosten berücksichtigen: Finanzierungs- und Notarkosten, die Grunderwerbssteuer, Kosten für das Grundbuchamt und gegebenenfalls Maklergebühren fallen zusätzlich an. Außerdem müssen Eigentümer Rücklagen für die Instandhaltung der Immobilie bilden. Wer einen Neubau kauft, sollte dafür monatlich mit 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen – bei einem Altbau sollte das Doppelte einkalkuliert werden.

Können die Kreditraten für das Wohneigentum aufgrund einer Notsituation wie etwa Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Berufsunfähigkeit nicht mehr gezahlt werden, kann es passieren, dass die erworbene Immobilie wieder verkauft werden muss. Daher ist es wichtig, im Vorfeld die Wiederverkaufbarkeit zu prüfen. Die Makro- und die Mikrolage der Immobilie sind hierfür wesentliche Kriterien ebenso wie der Kaufpreis: Wer zu teuer kauft, muss bei einem Wiederverkauf mit einem Verlust rechnen.

Zur Miete wohnen

Im Vergleich zu Eigentümern haben Mieter deutlich weniger Risiken und tragen zudem weniger Verantwortung für die Immobilie. Sie können flexibler auf berufliche oder private Veränderungen reagieren. Darüber hinaus ist oft die finanzielle Belastung geringer, Mieter müssen sich allerdings auf Mieterhöhungen einstellen. Denn Vermieter können beispielsweise einen Teil der Kosten für Sanierungen, die die Energieeffizienz eines Wohngebäudes steigern, auf ihre Mieter umlegen. Ein solider Finanzierungsplan für einen Hauskauf hingegen hält die Kosten für einen längeren Zeitraum konstant.

Vor- und Nachteile gibt es sowohl für Käufer als auch für Mieter. Wer einen gesicherten Arbeitsplatz, ein geregeltes Einkommen und seine Lebensplanung abgeschlossen hat, kann über Wohneigentum nachdenken. Wer nicht über die finanziellen Mittel verfügt und wer flexibel sein möchte, sollte lieber Mieter bleiben.

Flexibilität ist für Mieter durchaus ein Vorteil – beispielsweise bei einem Nachbarschaftsstreit. Denn der Immowelt-TV Clip zeigt: Jeder 10. Deutsche ist schon einmal umgezogen, weil er Streit mit seinen Nachbarn hatte. Die Umzugsbereitschaft ist bei Eigentümern deutlich geringer.

16.05.2013


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