Bello muss ins Heim

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Haustier, Haustierhaltung
Muss ich wirklich weg? Foto: Jagodka/Fotolia

Für viele Menschen ist das Haustier heute ja ein vollwertiges Familienmitglied. Doch in Zeiten knappen Wohnraums geht es so manchem Vierbeiner heute so wie dereinst der lästigen Oma: ab ins Heim. Ganz schön hart! Denn immerhin ein Drittel der Wohnungssuchenden sind einer aktuelle Umfrage des Immobilienportals immowelt.de bereit, sich von ihrem Haustier zu trennen, so sie denn den Zuschlag für die neue Wohnung bekämen und der Vermieter keine Tierhaltung billigen will.

Die Zahl derer, die sich für die neue Wohnung von Bello, Mizi und Co. trennen würde, hat sich damit innerhalb von sechs Jahren fast verdoppelt. Denn schon 2006, als Mietwohnungen in den Metropolen noch nicht so knapp waren wie heute, stellte immowelt.de jene Frage und damals erwogen nur 17 Prozent diesen Schritt.

Immerhin gaben die meisten der Trennungsbereiten an, dass sie darauf Wert legen, dass das Tier in gute Hände kommt. Doch immerhin zehn Prozent der Befragten antworteten auf die Frage zur Trennungsbereitschaft knapp und ohne Einschränkungen mit „Ja“.

Übrigens: Wenn der neue Vermieter laut Mietvertrag eine Tierhaltung generell verbietet, hat dies keinen Bestand. Er darf nur das verbieten, was unter Umständen ihn oder andere Hausbewohner beeinträchtigen könnte. Und das bedeutet: Kleintiere wie Hamster oder Wüstenspringmaus sind immer erlaubt, egal was im Mietvertrag steht. Kleintierhaltung gehört nach ständiger Rechtsprechung zu vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung. In solchen Fällen darf man als Mietinteressent auch flunkern. Ist Meister Lampe erst mal im neuen Heim, gilt: Was der Vermieter nicht weiß, bringt ihn auch nicht zum hyperventilieren. Und falls er doch vom Mümmelmann Kenntnis erhält, kann er nichts gegen die Kleintierhaltung ausrichten.

23.01.2013


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1 Kommentar

Karsten Assmann-Funk am 19.02.2013 12:41

Heftig, ich würde und könnte meinen Hund niemals weggeben, eher würde ich sonstwo hinziehen. Schade, wie die Gewichtung bei manchen Menschen so anders ist, mir wäre keine Immobilie den Verlust eines Tieres wert!

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