08/15 war gestern: Fünf Unistädte mit außergewöhnlichen Studiengängen

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Lehramt, BWL oder Jura – das sind die Fächer, für die sich nach wie vor die meisten Studenten einschreiben. Altbewährt, aber auch ein ganz kleines bisschen langweilig. Dabei bieten viele Unis auch exotische Studiengänge an, mit denen man sich garantiert von der Masse abhebt. Fünf Unistädte mit außergewöhnlichen Studiengängen und zum Teil relativ entspanntem Wohnungsmarkt.

Exotische Studiengänge, Uni, Foto: Kzenon / fotolia.com
Es muss nicht immer Lehramt sein. Viele Unis bieten exotische Studiengänge an. Foto: Kzenon / fotolia.com Foto: Kzenon / fotolia.com

Es muss nicht immer BWL, Lehramt oder Jura sein und es muss auch nicht immer München, Hamburg oder Stuttgart sein – gerade kleinere Unis haben oft seltene und außergewöhnliche Studiengänge im Programm. Fächer, mit denen man aus der Masse heraussticht und auch auf der einen oder anderen Party punkten kann. Weiterer Nebeneffekt: Der Wohnungsmarkt in diesen Unistädten ist häufig noch relativ entspannt.

Spaziergangswissenschaft an der Uni Kassel

Wie gehe ich richtig spazieren? An der Universität Kassel wird Promenadologie, zu Deutsch: Spaziergangswissenschaft, gelehrt. Der Studiengang hat aber mit Herumschlendern an der frischen Luft nur wenig zu tun und gehört zum Fachbereich Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung. Laut Fachbeschreibung geht es um „das konzentrierte und bewusste Wahrnehmen der Umwelt“, dabei sollen sich den Studenten neue Sichtweisen auf Stadt und Stadtplanung eröffnen. Auch finanziell kann es sich für Hochschüler lohnen, nach Kassel zu ziehen. Der Wohnungsmarkt ist noch relativ entspannt. Für eine Singlewohnung werden im Mittel 8,50 Euro pro Quadratmeter fällig.

Angewandte Freizeitwissenschaft an der Hochschule Bremen

Füße hochlegen, die Seele baumeln lassen, rein ins private Vergnügen – kurz: Freizeit. In Bremen können Hochschüler das sogar studieren. Wer allerdings denkt, hier zu lernen, wie man in der Hängematte liegt oder einen Freizeitpark besucht, liegt falsch. Freizeitwissenschaft ist verwandt mit dem Studienfach Tourismusmanagement. Die Studenten belegen von Marketing über Rechtswissenschaft bis hin zu Pädagogik unterschiedlichste Fächer und arbeiten später beispielsweise in Museen oder als Eventmanager. Wer sich für den Studiengang entscheidet und nach Bremen zieht, schont  auch noch sein Konto: Singlewohnungen  kosten in der Hansestadt im Mittel 9 Euro pro Quadratmeter.

Kosmetologie an der Uni Osnabrück

Da schlägt jedes Frauenherz höher: An der Uni Osnabrück lernen Studenten alles über schöne Haut, Lippenstifte und Pflegecremes. Kosmetologie heißt der entsprechende Studiengang. Doch wer glaubt, die meiste Zeit des Studiums vor dem Spiegel zu verbringen, der irrt. Kosmetologie ist in erster Linie ein naturwissenschaftliches Studium, bei dem das Fach Chemie eine große Rolle spielt. Im Labor untersuchen die Studenten die Wirkstoffe von Cremes oder lernen, wie Hautkrankheiten vorgebeugt werden kann. Weil in Osnabrück die Wohnungsmieten bei moderaten 7,90 Euro pro Quadratmeter liegen, bleibt Studenten noch genug Geld übrig, um selbst in ihre Schönheit zu investieren.

Namensforschung an der Uni Leipzig

Mayer, Schiller, Huber: Jeder Mensch hat einen Nachnamen. Was er bedeutet und woher er kommt, wissen die meisten aber nicht. An der Uni Leipzig gibt es einen Lehrstuhl, der sich ausschließlich mit diesem Thema auseinandersetzt. Onomastik, also Namensforschung, heißt der Studiengang, den es nur einmal in ganz Deutschland gibt. Die Studenten erforschen beispielsweise anhand von Veränderungen von Ortsnamen die Siedlungsgeschichte oder sind der Bedeutung von Namen auf der Spur.  Ein netter Nebeneffekt: Nach dem Studium kann man Freunden und Familie die Herkunft ihres Namens erklären. Wen es nach Leipzig zieht, muss mit Quadratmeterpreisen von 6,60 Euro für eine Singlewohnung rechnen.

Space Master an der Uni Würzburg

Nicht ganz so günstig ist die Unistadt Würzburg. Der Quadratmeterpreis für eine Singlewohnung liegt hier im Mittel bei 11,30 Euro. Dafür kann man sich in der Weinstadt am Main zum Space Master ausbilden lassen. Zum Sternenkrieger wird man nach dem Studium an der Uni Würzburg zwar nicht, aber zum Weltraumforscher oder Raumfahrttechniker. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Robotik, Planetologie und Raumschiffbau. Die rund 50 Studenten verbringen das erste Semester in Würzburg, im zweiten Semester geht es an den Weltraum-Campus im schwedischen Kiruna. Danach können sie je nach Schwerpunkt zwischen sechs Unis in Europa (darunter auch Würzburg) sowie vier in Asien oder in den USA wählen.

12.03.2015


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